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andere Eidsgenoffen Hülfe fordern, ist Bern zu nicht mehr als-->00 Mann verpstichtet. Bern genießt in Savoien aller Be-günstigungen anderer Eidsgenoffen. Von der Arve bis in Wal-lis soll der Herzog weder Festungen bauen, noch bewaffnete Schiffehalten, oder die Besatzungen verstärken. Bern beobachtet das-selbe. Streitigkeiten werden durch Schiedrichter und einen Ob-mann aus der EidSgenoffenschaft zu Lausanne entschieden. Pri-vate belangen sich vor ihrem Richter. Genf ist in dem Bünd-nisse eingeschlossen, und der Friede von 160Z wird bestätigt (*).Der Bund dauert zwanzig Jahre. So groß war die Eile, welcheman in die neue Verbindung legte, daß Bern noch vor demAbschlüsse dem Herzoge 5000 Mann überließ, die eS in eigenenkosten in Piemont unterhielt. Der Bernerische Anführer, vonErlach, verschaffte 4 Fahnen Eidsgenoffen vom Spanischen Heere,welche gefangen morden, Schonung und Freyheit. Nach weni-gen Monathen erfolgte der Friede. Sehr viele von den Heimkeh-renden starben an bösartigen Fiebern, und die Krankheit verbrei-tete sich auch in der Heimath (**).
Im Einverständnisse handelten die Eidsgenoffen, als siedie Beglückwünschung Ludwigs XIII wegen seiner Volljäh-rigkeit benutzten, um nachdrücklich die Rückstände zu fordern;als sie dem Kaiser, da dieser vom Venctiauischen Bündnisse ab-mahnte, antworteten, den Erbverein werden sie halten, alleinvon ihm erwarten sie dasselbe. Sie stillten den Aufstand derüber Bedrückungen und neue Abgaben klagenden Frickthaler undSchwarzwälduer,-uud vermittelten zwischen ihnen und der Regie-rung. In den folgenden Jahren 1615 und 1616 verschaffte shrfestes Benehmen St. Gallischen Kaufleuten, .deren VermögenUnd Waarenlager zu Turin, unter dem Verwände, der Abt habe
G) Mehrere Bestimmungen des Venetianischen, und andererBünde fanden sich auch in diesem.
(") „Also daß auch die ruhigen Unterthanen dieses Piemvnle-fischen KriegS sehr übel zu entgelten hatten." Stetster 1 l, 48s.