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Erster Band.
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wohlgemeintes Wort über die allgemeinen und besondern Ange-legenheiten von Europa sprechen zu dürfen. Als sie gemein-schaftlich den Kaiser Ferdinand Hl bey seiner Thronbesteigungbeglückwünschten, empfahlen sie ihm die Herstellung des Friedens.Im Jahr 1640 ermähnte die evangelische Geistlichkeit die Kirchenvon England und Schottland zur Versöhnung, und die evangeli-schen Orte schriebe» deßwegen an Carl I. 1644 verwandten siesich d«y Savoien für die bedrängten Waldenser.

Dem Französischen Gesandten Caumarti» verschafften die re-gierenden Orte, 1642 , von der Stadt Mellingen eine Genug-thuung, welche die alten Eidsgenojsen kaum so weit würden aus-gedehnt haben. Auf der Durchreise war ihm daselbst der Brücken-zoll abgefordert worden. Sein Gefolge erlaubte sich Thätlich-keiten; die Bürger hingegen schloffen die Thore und griffen zude» Waffe»; beleidigende Aeußerungen und Drohungen kamenhinzu. Die Tagsatzung, bey welcher der Gesandte sich beschwerte,hielt die Mellinger an, durch Abgeordnete bey demselben fußfäl-lig um Verzeihung zu bitten. Er ließ diese nicht vor sich, undes kam so weit, daß der Schultheiß, der Stadtschreiber undbeyde Zöllner zu Bade» in» Gefängniß gelegt und um 4oo Kro-nen gestraft wurden; doch ließen Zürich und Luzern ihren An-theil an der Strafe nach.

Aus den Verhältnissen zum Auslande flössen auch noch indiesem Zeitraume einzelnen Familien Reichthümer, mehr Nach-theil hingegen als Vortheile der Menge zu, und noch wenigergewann dabey das allgemeine Wohl des Landes.

Beyspiele eines hohen Muthes hatten noch die Genfer beyder Esealade und die standhaften Prättigauer gegeben. Nur zuoft hinderten dagegen Uneinigkeit und Mißtrauen nicht nur, wasdie Ehre, sondern auch was die Pflicht geboth, wie in Bünden,>m BallstaUerhandel, bey einigen Grenzverletzungen, u. s. f.Doch erfreut man sich mehrerer Beyspiele gegenseitiger eidsge-"össischer Theilnahme. Nach der großen Feuersbrunst zu Schwyz,1642, gaben auch die evangelischen Orte bedeutende Beysteuern,