Band 
Erster Band.
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ungeachtet 1625 alle EldSgenossen überein gekommen waren, baßjeder Ort seine Nothleidenden, durch Feuer und andere Unglücks-fälle Geschädigten selbst bedenken sollte.

Vielfach beschäftigte der fremde Kriegsdienst die EidSgenos-sen. An einigen Orten wurden Hauptleute gestraft, welche ohneBewilligung für Venedig geworben hatten. Im Jahr 1615 be-hauptete Bern das bundesmäßige Befugniß gegen Frankreich, undrief seine Mannschaft zurück, als man ste willkürlich vertheilthatte. Aber 1619 schworen ohne Rücksicht auf den Vorbehalt derBünde die Capitulirendcn'mehrerer reformirten Orte, gegen jeder-mann zu dienen, nur nicht gegen ihre Herren, und ließen in derFolge sich wider ihre Glaubensgenossen in Frankreich gebrauchen.Obgleich die Bezahlungen beynahe immer im Rückstände waren,leisteten sie dieser Krone nicht nur im Innern, sondern auch in Bün-den, im Mantuanischen Kriege, u. a. O. m., wesentliche Dienste.Vier Regimenter, welche 1635 nach Frankreich zogen, wurdennicht nur schlecht bezahlt, sondern theilweisc abgedankt und inEines zusammen gezogen. Die Schweizergarde, welche zuerstSchwierigkeiten gemacht hatte, an den Rhein zu marschiren, umgegen den Kaiser zu dienen, unterwarf sich den erneuerten Be-fehlen ihres Anführers.

Um diese Zeit zählte man nahe an 25,ooo Schweizer infremdem Dienste. Im Jahr 1638 wurde aus Besorgniß, dieBedingniffe des Kriegsdienstes möchten immer schlechter werden,beschlossen, keine Fahnen sollen ohne Erlaubniß wegziehen. Als1639 Frankreich 9 Regimenter bewilligt wurden, behielten meh-rere Orte sich nur vor, daß die Ihrigen nicht gegen die Eidsge-nosscn uyd die Bündner dienen sollten; dennoch ließen die BaSlerund Andere die Hauptleute schwören, nicht gegen das Reich oderihre Glaubensgenossen sich gebrauchen zu lassen. — Der Kaisikbeschwerte sich von Zeit zu Zeit über die Dienste, welche dieSchweizer Frankreich leisteten, und 16 W forderten Ferdinand Hkund die Erzherzoginn Klaudia von Innsbruck die Eidsgenoffe»durch Gesandte auf, zur Eroberung des Elsasses und der Festung