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Eine besondere Erscheinung in der reformirten Kirche wakdie Synode zu Dortrecht. Die sogeheißenen Remonstrantcn oderArminiauer, welche die Lehre von der Prädestination mildertenund zu einigen andern Meinungen sich bekannten, die von demeingeführten Bekenntnisse abwichen, hatten die Mehrheit der Geist-lichkeit gegen sich. Politik unterstützte den Eifer dieser letztem,und die Niederländer mußten damahls schon den für Republikenimmer verderblichen Fehler büßen, eine bleibende höhere Gewaltin ihrer Mitte aufgestellt zu haben. Der Prinz Moriz von Oranienwar auf die Remonstranten in den Generalstaaten und Magistra-ten der Städte erbittert, weil sie seinen Planen für die Ausdeh-nung der Macht eine« Statthalters sich widersetzten, die so weitgingen, daß er auch auf die Besehligung der einzelnen Stadt-wachen Ansprüche machte. Zuerst waren die EidSgenossen nichtgeneigt, der Einladung auf die Synode zu entsprechen (*). Alsauch der Churfürst von der Pfalz das Niederländische Ansuchenempfahl, schickten die IV evangelischen Orte und Genf ihre Theo-logen. Am 2Z November ward die Synode eröffnet, die Lehreder Arminiauer in hundert Sitzungen verurtheilt, eine politischeVerfolgung mit der kirchlichen verbunden und die eidsgenössi-schen Theologen, welche kostfcey ivaren gehalten worden, kamenim JuniuS 1619 zurück. — Während ihrer Abwesenheit begingZürich am 1 Januar die Säkularfeyer der Glaubensverbefferung,nicht soivohl auf ihre gänzliche Ausführung in den Jahren 1525
(») In dem ersten theologischen Bedenken sagen Breitingerund die Zürichecische Geistlichkeit: „Wenn man die fünf Streitfragenbedenke, nähmlich die Gnadenwahl, die Kraft deü Tode« Christi,den freyen Willen des Menschen, die Wirkungen der göttlichenGnade und die Beharrung im Glauben, so seyen dies« Gegenstände- spitzig und dunkel; denn über alle solche Geheimnisse sey von christ'llchen Lehrern nicht durchaus auf einerley Weis« und mit gleichenWorten gesprochen worden, wobey aber nicht« desto weniger dieEinigkeit, Fried und Ruh gar wohl bestehen können."