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zu leiten, die leicht aufzuregen war, aber ohne Einheit desWillens bald zuströmte, bald aus einander lief.
Nirgends war die Verlegenheit größer gewesen, als zuLuzern (*). Die Bürger forderten Antheil an der Regierung.Viele von ihnen waren mit den Dauern einverstanden, und beyder zweyten Annäherung dieser letztem bewilligte der Rath derBürgerschaft schriftlich, der große Rath und ein neuer Schultheißsollten von ihr gewählt, Aemter, Vogteyen und Gesandt-schaften durch sie, doch nur aus Rathsgliedern, ernannt, dreyVogteyen von Bürgern verwaltet werden. Die Besatzungaus den Ländern, deren volle Hälfte aus Schwyzern be-stand, war mehr den Bürgern, als dem Rathe zugethan.—Die Dauern wurden an der Emme zurück geschlagen. Drohenderwar am 5 Juni ihr durch Hülfe aus den freyen Aemtern unter-stützter Angriff bey der Gislikerbrücke. Der Pulvervorrath desObersten Zweyer flog auf; man vermuthete, durch Verrath.Er hatte 7 Todte, viele Verwundete, und behauptete sich nurdurch die eben anrückende, 719 Mann starke Hülfe des Abtesvon St. Gallen. Viele Luzernerische Bürger sollen blind ge-schossen, und Viele aus den Ländern ausgerufen haben, sieseyen nicht da, um die Bauern todt zu schlagen, sondern nurum die Stadt zu beschützen.
Einzig aus diesen besondern Verhältnissen lassen sich diemerkwürdigen Bestimmungen des SchiedsprucheS erklären, dennoch am 7 Juni die HI Länder und Aug zwischen Luzern undseinen Unterthanen als Gegenparteyen zu Stanz ausfällten.Im Eingänge wird von Irrungen und Gespänen gesprochen,welche im März auf die ausgegebenen Anlaßbriefe beyder Pur-st») An Zürich schrieb eS am Zl May auf die Nachricht vondessen Aufbruche, »es wünsche ihm Ruhm und einen unsterblichenNahmen; man soll der Welt zu erkennen geben, daß euer Volkunser Volk, unser Volk euer Volk heiße und seye, und wir alsomit ganz vereintem Gemüth und Herz mit der Hülfe und BeystandGottes den Fußstapfen unsrer lieben Altfvrdern Nachtreten," u. st f-