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von Zürich, sondern der große Rath beschloß in stürmischer Eileeiinnüthig den Krieg, zum Theil durch die Erwartung geleitet,desto weniger Widerstand zu finden, weil der Winter den Anmarschvon Spanischer und welscher Hülse über die Alpen erschweren würde.Eigenmächtig erklärte sein Manifest denselben im Nahmen dervi evangelischen Orte. Um in seine kriegerische Unternehmungeine größere Kraft zu legen, räumte es seinem Befehlshaber,Rudolf Werdmüller, ungewöhnliche Vollmachten ein. Aberder Mann, welcher unter Schwedens, Venedigsund FrankreichsWaffen sich einen kriegerischen Ruf erworben hatte und endlichauch dem Kaiser diente, bewährte denselben aus dem anders ge-stalteten vaterländischen Kriegsschauplatze weder durch Plan, nochAusführung (-*).
Am 7 Januar 1626 rückte Werdmüller mit der HcuHtmachtder Züricher vor Rappersweil, dessen fruchtlose Belagerung, welchedie Streitkraste der Züricher von den unmittelbaren Grenzenfeiner Gegner und von dem Zusammenwirken mit dem Berneri-schen Heere abhielt, dem ganzen Kriege den Nahmen des Rap-persweiler-Krieges gab. Schwyz hatte die Stadt bereits be-setzt. Die Bürger waren zum Widerstände entschlossen, undbald trafen 200 Spanier ein. Ungeachtet der großen Kälte warmehrere Tage lang für die Verpflegung der Belagerer nichtgesorgt, und diese plünderten ohne Kriegszucht die Umgebungen.Zur nähmlichen Zeit nahmen die Züricher Kaiserstuhl und Rheinau,wo anfänglicher Widerstand ebenfalls mit Plünderungen ver-golten wurde. Sie besetzten, um mit Bern eine Verbindungzu erhalten, Klingnau, ließen das Thurgau sich huldigen,und nahmen den Landvogt mit seinen Oberbeamten gefangen.
(*) Gerat-als der Krieg, welchen Frankreich sehr ungerne sah,ausbrechen follre. erhielr Werdmüller die Ernennung zur General-Lieukenants-Skelle. den St. Michaels-Orden und das mit Edeisteinen-eingefaske Bildlich des Königs, von einem Briefe des CardinaisMazarini begleitet.