Band 
Zweyter Band.
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Die V Orte besetzten nun auch Baden, und vsn allen Seitennickte man an die Grenzen vor. Eine übel geleitete Unter-nehmung der Züricher auf das Schloß Pfäffikon mißglückte.Am 2/^2 Januar waren die Züricher, welche sich milder größtenSorglosigkeit in ihrem Lager bey Oberweil den Fröhlichkeitender Neujahrsfeyer überlassen hatten, in Gefahr, von der unbe-merkt schon ganz nahe gekommenen Besatzung zu Dremgarteuüberfallen zu werden, als diese durch ein quer über den Weglaufendes Thier mit laugen Ohren, vermuthlich einen Haftn,in panischen Schrecken gerieth und taub gegen die Ermahnungenihres entschlosfe'nern Anführers den Reißaus nahm. Zu RapperS-weil vereitelte der tapfere Befehlshaber Wyget von Schwyz dieHoffnungen einer schnellen Eroberung; dagegen schlug, am 16,der Züricherische Hauptmann Friedrich Edlibach zu Wurmsbacheinen auf den Ueberfall des Lagers wohl berechneten, aber übelausgeführten doppelten Angriff der Einwohner des Gasters undUtznach von der einen, und der Besatzung zu Rappersweil vonder andern Seite her, ungeachtet er wenig unterstützt wurde ,mit bedeutendem Verluste der Angreifenden zurück. — 800 bis9oo Mann, welche Schafhauftn den Zürichern, doch nur zurBewachung ihrer Grenzen, zusandte, wurden in die HerrschaftWädenüweil verlegt. Schwierig war die Lage der Glarner;Schwyzerische Kriegsleute unter Hauptmann Faßbind hatten zweyHäuser im Nußbühel an der Grenze geplündert. ES kostetegroße Mühe, beyde ReligionStheile zu vereinigen, und nochmehr, die Erhitzten aus derweil überlegenem reformirten Bevöl-kerung von Erwiederung der Thätlichkeiten gegen die Schwyzerabzuhalten. Mehr als Ein Mahl droheten die katholischen Orte,das Glarnerland zu überfallen, und sehr unfreundlich benahmensich auch die Züricher, weil die V Orte und das belagerteRappersweil durch das Glarnerland Zufuhr erhielten.

Am 18 erschien das fünförtische Manifest, welches dieSchuld des Krieges auf den Abfall, die willkürliche Auslegungdes Landesfriedens und die Mißdeutung der Verträge warf.