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weit grö'ßerm Verderben. Aus einem Hohlwege, der sie deckte,begannen jene nach 2 Uhr ihr Feuer auf die bloß stehenden,sich aufstellenden Werner. Nur zu zweymahligem Loöfeuern mitzwey Stücken waren die Ueberraschten mit Pulver und Kugelnversehen. Diese Vernachlässigung und die Abwesenheit der An-führer weckte den Verdacht einer Verrätherey, und gerade jetztmachten die Lnzerner, von ihren Geistlichen ermuthigt, einenstürmischen Angriff: die wirksamste Bewegung der Milizen,wo Zeit und Ort einen solchen gestatten. Die Reiterey hieltgegen denselben nicht Stand, und in einer Viertelstunde warauch das Fußvolk geworfen. Eine Bernerischc Abtheilung,welche eben sich näherte, blieb unthätig; eine andere, welche amWeinberge aufgestellt war, hinderte den Untergang des Heeres;aber niemand leitete die jetzt noch überlegene Macht der Werner,welche den sich zerstreuenden Feind hätte umgehen können. Auchnach dem Einbrüche der Nacht kam den Siegern der Vortheilzu Statten, von vorsichtigen Führern geleitet zu seyn, indemsie durch eine weiße Armbinde und ein Losungswort sich er-kannten. Die Fahne von Zofingen, welche um 9 Uhr zu Lenzburgankam, deckte ehrenvoll den Rückzug der Werner, welchem dieFlammen des von den Siegern angezündeten Dorfes Dintikonleuchteten. 10 Feldstücke, 2 Standarten, 9 Fahnen, 20 Wagen,die Kriegskasse mit beynahe 200,000 Gulden, die Feldkanzelleyund viele Waffen wurden den Siegern zur Weute. Auf 573Todte, 396 Verwundete und 66 Gefangene berechnete einenicht unwahrscheinliche Angabe den Verlust der Besiegten, indeßeine oberflächlichere der Sieger von 1500 Umgekommenen sprach;diese büßten 189 ein. Schon am folgenden Tage forderte eingroßer Theil des geschlagenen Heeres Rache; aber die Befehls-haber verweigerten diese, sey es aus Schrecken, oder aus Vorsicht.Bis am dritten Tage verweilten die Sieger auf der Gegend desSchlachtfeldes, und kehrten dann mit ihrer Deute zurück.
Ungeachtet der Gefahr, welche dieser Krieg die Genfervon Savoien her befürchten ließ, hatten sie den Zürichern