galten dem Feinde durch eine neue Plünderung auf derjenigenvon Wädensweil. Nicht weniger feindselig war nach dem Schlüssedes Waffenstillstandes die Luzernische Besitznahme und Plünderungdes Dorfes Lschangnau, welches die Werner gegen einige Dörferdes Emlibuches vergalten.
Baden war von der katholischen Besatzung geräumt, eineTagsatzung daselbst zusammen getreten, und der Waffenstillstandwurde verlängert. Am wenigsten waren Zürich und Schwyzzum Frieden geneigt; allein Savoien fing an, eine drohendeSprache gegen die evangelischen Orte zu führen. Frankreich,mit welchem die Katholischen schon im verflossenen Jahre denBund erneuert hatten, begann eine ähnliche. Bern war keinesseiner katholischen Nachbarn, nicht einmahl seiner eigenen Ange-hörigen sicher; Luzcrn ebenfalls nicht ohne Besorgnisse wegen derSeinigen ; das Volk der Länder größten Theils nach Hause gegangenund des Krieges müde; alle Kriegführenden an Geld erschöpft.Die V Orte litten Mangel an Nahrungsmitteln, fühlten sichvon der Spanischen Hülfe und den welschen Angehörigen (*)belästigt, und der Einfall in die Herrschaft Wädensweil hatteeinen Theil des Jürichgebiethcs in Schrecken gesetzt. Die Schied-Männer von Basel, Freyburg und Solothurn waren unermlldet,vor allen der Bürgermeister Weitstem; Viele dagegen in denkriegführenden Orten, nahmentlich in.Zürich, noch so erbittert,daß die an die Lagsatzung abgeordneten Gesandten schon deß-wegen zu Hause verdächtigt wurden. Dennoch ward am 7 März,der Friede geschlossen, den man oft nur einen Präliminar-Vcrtragoder bloßen Waffenstillstand nennt; allein er sprach die Beendi-gung des Krieges unzweydeutig aus, und enthielt Bestimmungenüber die wichtigsten Angelegenheiten, obgleich er andere, nicht
G) Nur die Lauster waren zu Hause geblieben, und bey dennachfolgenden Friedensunterhandlungen forderten die katholischenOrte zuerst, sie sollten den andern Italiänischen Landvogteyen ihreKriegskosten tragen helfen.