Band 
Zweyter Band.
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Im October verreisten 55 Gesandte*), voriMihr als 2vaandern Personen begleitet, nach Frankreich. -Aller Mten wurdensie mit Ehrenbezeugungen empfangen; aber bis an ihre Tafelndrängte sich die neugierige Menge. Ihr Einzug zu Paris amS November geschah unter Losbrennung des Geschützes. IuVincennes wohnten sie der Heerschau über 7000 Schweizer bey.Am Tage der königlichen Audienz empfing sie unten an derTreppe des Louvre der Herzog von Enghien, Sohn des Prinzenvon Sonde, neben einigen Marschällen und Generalen. Am18 wurde der Bund in der Hauptkirche beschworen. Auch dießMahl fand sich der König auf eine Viertelstunde bey dem Gast-mahle im erzbischöslichen Pallaste ein und trank auf das Wohl-befinden der Gesandten und der Cantone. Ansehnlich beschenktkehrten sie nach Hause; aber die Bezahlung der versprochenenRüöstände erfolgte nur theilweise, und die Unterhandlung überdie Vorrechte der Kaufleute wurde in die Länge gezogen.

Als 1664 der Kaiser Leopold eine Aufforderung zur Hülfegegen die Türken an die Eidsgenossen erließ, wurden lovo CentnerPulver als freywilliger Beytrag mit Vorbehalt der Unabhängigkeitbewilligt, wovon aber nur die Hälfte abgeliefert wurde, weilinzwischen der Friede erfolgte. Doch hatte die Besorgniß, dieTürken möchten in Deutschland vordringen, den Beschluß her-vor gebracht, 6ooo Mann bereit zu halten. Awey Jahre spätersah man die Eidsgenossen noch ein Mahl in Deutschen Ange-legenheiten auftreten und in Gemeinschaft mit Frankreich eineStreitigkeit zwischen Kurmainz und Kurpfalz über das Wild-fangsrecht vermitteln.

Immer erneuerten sich Sorgen und Streitigkeiten über dasKirchliche. Den schon wieder hart verfolgten Waldensern rette-ten 1665 und 1664 die Evangelischen durch schriftliche undmündliche Fürsprache die wesentlichen Bestimmungen des Vor-

G) Rothweil ward von Luzern vertreten.— Stcaßburg hatteumsonst gesucht, in daS Bündniß aufgenommen zu werden.

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