Band 
Zweyter Band.
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so

träges von Pignerol, und für die Reformirten der LandschaftGex, welchL 22 Kirchen waren entzogen worden, erhielten sievon Frankreich die Bewilligung, 2 neue zu Sergy und Ferneyzu erbauen.

Als 1663 ein unhäuslicher Mann zu Frauenfeld, PeterCappeler, zur katholischen Religion überging, und Zürich, vollBesorgniß, seine Kinder möchten ebenfalls zum Uebertritte ge-zwungen werden, die heimliche Entfernung derselben veranstal-tete, konnte nur eine schwere, den Lheilnehmern an dieser Maß-regel aufgelegte Geldstrafe die katholischen Orte beruhigen undgrößere Entzweyungen hindern. Folgenreicher war 1664 derWigoldinger-Handel. Am Pfingstfeste der Reformirten führteein Luzernischer Werber 43 zu Constanz für den SpanischenDienst gedungene Rekruten auf einem ungewöhnlichen Wegedurch das THurgau. Berauscht verübte dieser Schwärm mehrereUnfugen, und Einige drangen beym Vorübergehen lärmendmit gezogenen Degen in die reformirte Kirche von Lippersweil.Sogleich verbreitete sich die Sage, fremdes Kriegsvolk seh ein-gebrochen. Eine entflohene Weibsperson schrie in die Kirche vonWigoldingen, „in Lippersweil werde gemordet." Die Sturm-glocke wurde angezogen, und bewaffnet, wie jeder es in derEile vermochte, rannten die Wigoldinger nach dem gefährdetenOrte hin. Sie trafen auf die Rekruten, und S derselben wur-den erschlagen, andere gefangen genommen, indeß die übrigensich zerstreuten. Sowie Zürich zu entschuldigen suchte, ebensoerblickten die V Orte nur absichtliche Mordlust und Aufruhr.Ihre Erbitterung vermehrte sich dadurch, daß zahlreich herbeyeilende Scharen nicht nur des Thurgauischen, sondern auch desbenachbarten Aüricherischen Volkes zuerst das Landgericht,dann die Doshen der Orte selbst in der Ausfüllung des Urtheilesstörten. Das in Brand gerathene Feuerzeichen auf dem Schnabel-berge am Albis versammelte die bewaffneten Scharen Zürichsund der v Orte an den Grenzen; doch wollte kein Theil denAngriff beginnen. Bereits hatten die V Orte die freyen Aemter