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Zweyter Band.
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Eidsgenossen veranlaßt. Ungeachtet immer neue Mißhelligkeitenunter ihnen gahrten, übersahen die meisten es nur selten, daßAlles ihrem höchsten Staatsinteresse, der Behauptung der Neu-tralität, untergeordnet werden muffe. Gleichwohl brachten jeneUneinigkeiten und der Einfluß, den Frankreich sich immer aufviele VolkSfüßrer und Tongeber zu verschaffen wußte, beständigeSchwankungen in die Maßregeln. Als die Bestätigung dergepflogenen Unterhandlungen erfolgen sollte, machte Uri Schwie-rigkeiten über die Beschutzung des Waatlandes, Schwyz überdie Erfüllung des Defenflonals; doch schickte es 1674 sein Con-tingent nach Basel, indeß einige andere Orte zögerten. Als1669 Französische Reiter das Gebieth von Bern verletzten, riethman diesem Orte, sie vorzuladen, und im Falle des Ausbleibensin Contumaz zu verurteilen.—Als in eben diesem Jahre dieAusbezahlung der Französischen Jahrgelder verzögert wurde,ließen Schwyz, Aug, Freyburg und Solothurn sich dadurch ver-leiten, über ihre Theilnahme an jener gemeinschaftlichen Erklärungder Eidsgenoffen in Absicht auf den Sinn des Bündnisses und dieBefugniß, auch mit andern Mächten in Verträgen zu stehen, demFranzösischen Residenten eine einseitige, entgegen kommende undfür Frankreich befriedigende Auslegung zu geben. Weil diekatholischen Orte die Beschutzung der Waat und Genfs nichtauf sich nehmen wollten, so beschränkten nun die Reformirtensich gegen den Kaiser auf den bloßen Inhalt des Erbvereines.Als Bern mit dem Bischöfe von Basel, welcher es versuchthatte, zu Münster wieder Messe lesen zu lassen, aufs neue zer-fallen war, und die katholischen Orte jenen unterstützten, ließauch Bern von Peter Stuppa durch die Versicherung, LudwigXIV werde abmahnend auf den Bischof einwirken, sich verleiten,mit Abweichung von dem gemeinschaftlichen Beschlusse der Eids-

besteht aus iro Musketenschützsn, Zo Fußknechten im Panzer, 3obloßen Spießen und 20 Hellebarden. Auf 100 Mann soll jederOrt, dessen Verhältnisse es gestatten, Z Reuter geben.