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Zweyter Band.
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genossen, Frankreich ein Regiment von 12 Compagnien untereiner ungünstigem Capitulation zu bewilligen, als der Bund siezu fordern berechtigte. Solothurn, Basel, Appenzell und dxrAbt von St. Gallen überließen ebenfalls Compagnien an Frankreich.Obgleich die übrigen Orte sich gegen dieses bundeöwidrige Ver-fahren erklärten, liefen Kriegslustige dennoch dem Stnppa zu, sodaß seine Capitulation bald 4 Regimenter umfaßte und er vor-zugsweise eines derselben erhielt.

Vorsichtig hatten Jürich und Bern ein Ansuchen des Mark-grafen von Baden, das vormahlige Bündniß zu erneuern, abge-lehnt, und ebenso die gesammten Eidsgenossen die Einladungder Tripel-Allianz. Durch den Holländischen Residenten, Ma-lapert, ließen zwar einige evangelische Orte sich bewegen, ihreAngehörigen aus Französischen Kriegsdiensten zurück zu berufen,als Ludwig XIV 1672 plötzlich in Holland einfiel, um sich andiesem Freystaate dafür zu rächen, daß er durch Begründungder Tripel-Allianz diö Französischen Absichten auf die Spani-schen Niederlande gestört Hatte.

Allein der Befehl ward nur unvollkommen erfüllt. Als derKaiser und der große Kurfürst von Brandenbung, FriedrichWilhelm, die Holländer unterstützten, die Franzosen hingegen1673 über den Rhein gingen und in die Westfälischen Be-sitzungen des Kurfürsten eindrangen, machten der BrandenburgischeAbgeordnete, Graf Dohna, und Malapert die Eidsgenossen auf-merksam auf die Gefahren, welche Frankreichs Vergrößerungs-plane auch ihnen droheten, und forderten sie zu einer Verbin-dung mit den Mitten auf. Mit Klugheit wurde diese auchjetzt abgelehnt; aber überwiegend blieb der Einfluß Frankreichsvornehmlich in den katholischen Orten.

Nur zu häufig wurden Schweizer auf der schlüpfrigen Bahndes auswärtigen Dienstes, wo unbedingter Gehorsam für dieBefehle desjenigen, dem man sich hingegeben hat, von Manchenals einzige Pflicht und höchstes Verdienst angesehen wird, denVerpflichtungen gegen das Vaterland ungetreu. Vor Andern'