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Zweyter Band.
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stanz, Villingen und in die vier Walbstädte verlegt. DemHolländischen Gesandten, Valkenier, welcher, an die Eidsge-nassen beglaubigt, sich von 1690 bis I7o4 meistens zu Zürichaufhielt, bewilligte Zürich 1693 ein Bataillon von 800 Mann;doch nur um Vertheidigungsweise gebraucht zu werden, und ohneförmliche Anerkennung wurden noch mehrere, aus Schweizernund Graubünduern bestehende Regimenter in Holländischen Soldgenommen.

Von Deutschland und Mahland her wurde die Zufuhr ge-sperrt, gegen Bünden so strenge, daß dadurch Bewegungen gegendie Französisch-Gesinnten entstanden. Ungeachtet die Getreide-zufuhr aus Schwaben nur beschränkt war, nahmen Mangel undTheurung von 169o an in der Eiösgenoffenschast zu und vermehr-ten die Zahl derfenigen, welche Sold und Nahrung in Frankreichsuchten. Man wandte sich an die Gesandten der kriegführendenMächte. Der Kaiserliche und der Spanische rechtfertigten dieSperrung durch den Schaden, welchen die Schweizerischen Mieth-truppen, in Frankreichs Solde, den Allü'rten zufügten. MehrereCantone klagten bey den andern über die Störungen des Handelsund der Zufuhr. Die Mehrheit der Orte war geneigt, ihreKruppen in Frankreich nur auf die Vertheidigung zu beschrän-ken. Dagegen wollten Uri, Schwyz, Nidwalden, katholischGlarus, Zug, Freyburg und Solothurn sich keinen Einschrän-kungen unterwerfen. Ludwig XIV gestattete einige Ausfuhrvom Elsaß her. Nun glaubte sein Bothschaster Amelot, denEidsgenossen sagen zu dürfen, ihre Ahnherren würden die Zufuhraus Deutschland selbst geöffnet haben, und stellte ihnen vor,früher habe man die Verpflichtungen des Erbvereincs nur aufHochburgund und Vorder-Oesterreich, nicht aber auf das ganzeReich bezogen.

Unerbittlich rief Zürich Offiziere aus Frankreich zurück undbestrafte sie. Auch in einigen innern Cantonen war das Volknicht für Frankreich gestimmt; 1693 überließ Zürich dem Herzogevon Würtemberg für die Festung Hohentwirl, welche von den