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Lern; doch blieb die Stadt im Besitze der Gerichtsbarkeit, und172Z gelang es ihr wieder, auch die Landeshoheit anzukaufen.
Im Jahr 1699 forderte die Oesterreichische Regierung zu Stockach,die Stadt Stein sollte ihre Rehzaune von 12 auf Z ^ Fuß heruntersetzen. Als Stein sich weigerte, wurde durch 150 Mann eineStrecke von zooo bis 4000 Fuß abgebrannt. Noch andere Be-schwerden und Gegenklagen gingen aus diesem Anstoße hervor.Oesterreich beschuldigte Anrieh der Beschränkung der Katholischenzu Ramsen. Schon hatte der Kaiser die Wiederlösung des KauseSdieser Ortschaft erklärt, Aürich sie verweigert und sich zu thätlicherHinderung einer Oesterreichischen Huldigung angeschickt, dieVerwendung der Eidsgenosftn, sogar diejenige von Frankreichund England, nachgesucht, bis endlich nach einer fruchtlosen Sen-dung an den Kaiser ein zweyter Abgeordneter, der Oberstwacht-meister Werdmülter, der sich auch an den Spanischen Gesandtenund an die geistlichen Umgebungen des Kaisers wandte, aus-wirkte, daß eine Untersuchung am Orte selbst vorgehen sollte.Dieß geschah 1702. Die Aussicht auf die Entwickelung desStreites über die Spanische Erbfolge stimmte auch hier den Oester-reichischen Hof zur Billigkeit, und die alten Verhältnisse wurdenwieder anerkannt.
Jener Herzog von Longueville, Fürst zu Neuenburg, wel-cher bey den Westfälischen Friedensverhandlungen die eidgenössi-schen Angelegenheiten und den Bürgermeister Weitstem kräftigunterstützt hatte, war 1663 gestorben, und hatte zwey Söhne,den schwachen Johann Ludwig Carl, welcher seither unter demNahmen eines Abbe von Orleans bekannt war, und Carl, Grafenvon St. Paul, und eine Tochter, Maria, vermahlt an HerzogHeinrich von Savoien-Nemours, nachgelassen. Der erste über-ließ 1668 die Regierung dem Grafen von St. Paul, nahm sieaber wieder an sich, als dieser, 1672, kinderlos starb. Durchein Testament setzte er den Prinzen von Conti zu seinem Erben,auch für Neuenburg und Vallengin, ein, und nach seinem Tode,1694, trat dieser als Ansprechet aus; neben ihm die Schwester