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mächten G) setzte Frankreich seine Bemühungen in Spanien fort,und Carl H ließ sich kurz vor seinem Tode durch den Rath desPapstes und die Eingebungen eines neuen Ministers, des Cardi-nals Puerto Carrero, bewegen, Philipp von Anjou zu seinemErben einzusetzen.
Ausführlich suchten die Gesandten des Kaisers, Ludwigs XIVund Philipps V ,'m Frühling 1701 die Ansprüche ihrer Gebietherauf die Spanische Erbschaft bey den Eidsgenossen zu rechtfertigenund diese an sich zu ziehen. Für Viele war es eine besondere Er-scheinung, den Spanischen Minister, Casati, der kurz vorhernoch der Anerkennung des Theilungsvertrages entgegen wirkte,und dessen Ahnherren seit mehr als hundert Jahren als SpanischeGesandte in der Schweiz und in Bünden das Interesse Spaniensund Oesterreichs gegen Frankreich verfochten hatten, nun mit EinMahl ganz im Sinne Ludwigs XIV handeln zu sehen. Zuerstversammelten sich die mit Spanien verbundenen katholischen Orte,und am L April trat eine allgemeine Tagsatzung zusammen, welchebeschloß, die Anerkennung eines der beyden Thronbewerber zuverschieben, doch aber eine Beglückwünschmig an Ludwig XIVwegen der Erhebung seines Enkels zu erlassen, indem sie hoffte,dadurch Frankreich zu befriedigen, ohne durch eine ausdrücklicheAnerkennung Philipps V den Kaiser zu beleidigen. Wenn untersolchen Verhältnissen Republiken sich übereilen, oder sogar dieeinen Glieder des Bundesstaates den andern vorzukommen suchen,so sind entweder unreine Staatsabsichten, oder noch öfters Volks-vorsteher, welche aus ihre Privatvortheile bedacht sind, die Ur-sache davon. Damahls hatte man es zu bedauern, daß Schwyzund katholisch Glarus mit ihren Beglückwünschungen schon vorangeeilt waren.
Der kaiserliche Gesandte, Graf Trautmannsöorf, weigertesich zuerst, seinen Vortrag, in welchem er dem Spanisch-Fran-zösischen Begehren widersprach, nach bisherigem Gebrauche schrift-
G) So nannte man England und Holland.