Erbverein auf, und zeigte an, nach zehen Tagen werden eid-genössische Wgaren als Contrebande behandelt werden. Allein alsnun der Französische Bothschafter auf ein Bündniß antrug, inwelchem nach Aufkündigung des Erbvereines Oesterreich von denEidsgenoffen nicht mehr vorbehalten werden sollte, legte sich derZorn des Grafen, der fetzt nur noch eine schiedrichterliche Erör-terung des getreuen Aufsehens nachsuchte. Alan versprach ihmdie buchstäbliche Erfüllung des Erbvereines und die Beobachtungder Neutralität, ohne von einem Schiedrichter hören zu wollen.
Oesterreicher betraten den Basler-Boden, um auf'FranzösifcheReisende zu lauern. Die Franzosen bedienten sich der Schuster-Insel für ihre Vcrschanzungen, und der Französische Bothschafterwollte dieß mit den Rechten der Lanögrafschaft über das Elsaßentschuldigen. Jetzt empfanden die Eidsgenoffen wieder die Wich-tigkeit ihres DefensionalS; nur Schwyz versagte die Theilnahme.Auf der Tagsahung am Ende Septembers verhieß man, sichgegenseitig bey den Bünden zu schirmen, Hülfe nach Basel zusenden , die Pässe bey Aeugst und an der Birs zu bewachen, undmahnte die Bündner und Walliser. Bern hielt seine Grenze gegendas Frickthal stark besetzt. Als im October die Franzosen überden Rhein gingen und bey Friedlingen die Oesterreicher schlu-gen , beklagte man zwar das Ausbleiben mehrerer Orte von denTagfatzungen; die übrigen sandten lono Mann nach Basel.Nachdem aber Oesterreich und Frankreich versichert hatten, deneidsgenöffischen Boden nicht zu betreten, und die Neutralität derGrenze von Basel bis Bregenz zugestanden, wurden sie zu EndeNovembers wieder zurück gezogen (*). — Die Gesandten Frank-reichs und Oesterreichs führten nicht nur gegen die Eidsgenoffenbisweilen eine anmaßende Sprache, sondern sie schonten einanderselbst nicht. Als Puysieux am 31 Januar 170Z erklärte, wenndie Eidsgenoffen sich vom Kaiser wie Untergebene behandeln
(*) Hoch rühmten die Heimkehrenden die Gastfreundschaft derBasier.