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Zweyter Band.
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lassen, so werde der König sie nicht als Verbündete betrachtenkönnen, sagte Trautmannsdorf: „Kaum thut ein solcher Sor-„bonischer Puysieux das Maul auf... . so verspürt man ihn„schon von Weitem, gleichwie in Frankreich die armseligen„Bauern mit ihren Holzschuhen."

Als im May 170Z die Franzosen sich in Schwaben mit demBayerschen Heere vereinigten, forderten sie, gestützt auf dasBündniß, den Durchpaß durch die Sckweiz und die Besetzungeines Platzes am Bodensee. Nachdrücklich widersprachen die Re-sormirten, weniger die Katholischen. Man gab zu, daß Fran-zösische Abtheilungen von zwanzig Mann durchziehen mögen,und besetzte die Rheingrenze. Zürich und Bern legten eineBesatzung nach Lindau, welche bis im Dezember 1704 daselbstblieb; dagegen schlug man die Aufforderung des Kaisers undder Seemächte, Truppen zur Beschirmung des Reiches aufzu-stellen, ab; und gleichwohl klagte Frankreich über Nichterfüllungdes ewigen Friedens und des Bündnisses, gab aber seine For-derungen auf, weil die Französischen Heere von Italien undDeutschland her sich im Tyrol zu vereinigen hofften, bis derAufstand der tapfern Tyroler die übermüthigen Bedrücker ausdem Lande heraus schlug. Bey dieser Grenzbesetzung bedienteman sich wieder des Volkes der gemeinen Herrschaften, und bothauch acht Thurgauer-Compagnien auf.

Der Vorschlag, einen evangelischen Residenten zu Paris an-zustellen , blieb ein bloßes sst rKerenlliim. Auf den Tagsatzungenklagte man über Sperrung der Zufuhr, über Hemmungen deskaufmännischen Verkehrs, schlechte Titulaturen von kaiserlichenBehörden, mehr als Ein Mahl über das Ausbleiben des Oester-rrichischen, und Verminderung des Französischen Soldes.

Als die Franzosen, mißtrauisch gegen den Herzog von Savoien,und um sich in Italien den Rücken sicher zu stellen, eine Ab-theilung seiner Truppen entwaffneten, machte dieser die möglich-sten Anstrengungen, verhieß den Waldensern beständige Religions-Freyheit, wenn sie kräftig gegen die Franzosen streiten würden,