Band 
Zweyter Band.
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brachte seine Klage» über Vergewaltigung, gleich wie an andereMachte, ss auch an die Eidsgenosftn. Indeß die übrigen Orte,auf welche der Marquis von Puysieux einwirkte, zögerten, ent-sprach Bern dem Ansuchen des Herzoges von Savoien, seinenGaleeren i» dem Hafen von Morste Schutz zu gewähren, nichtaber demjenigen für die Beschirmung des ChablaiS und die Ue-berlassung von Truppen, Nicht im Geiste jener Staatsklugheit,welche, um keine Blößen zu geben, lieber in allgemeine Aus-drücke sich verbirgt, sondern unumwunden ließen Bern und Frey-burg dem Französischen Befehlshaber in Savoien erklären:Nachdem ihre ruhmmürdigen Vorfahren die Freyheit erkämpfthaben, sey es ihre vorzügliche Staatsmaxime gewesen, viele un-abhängige Nachbarn zu haben, und nicht zuzugeben, daß dieangränzenden Länder, welche ihre Vormauern seyen, in die Ge-walt eines Einzigen kommen. — AlsBern, Freyburg und Zürich,welches sich mit den beyden erstern vereinigt hatte, an den Mar-quis von Puysieux Vorstellungen für die Behauptung der Neu-tralität SavoienS machten, begehrte dieser eine Tagsatzung aufden 17 Februar 1704 zu sich nach Solothurn, um derselben-seineEröffnungen zu machen, hatte aber schon im Januar den katholi-schen Vorort Luzern aufgefordert, jenen drey Orten entgegen zuwirken, deren Anträge er verwegen und gefährlich nannte, DerSqvoische Abgeordnete, Melareöe, sagte dagegen den Eidsge-nossen, Frankreich suche die Schweiz in seinem Netze zu fangen;es halte Bündnisse und Verträge nur so lange, als sie seinemVortheile angemessen bleiben; die Verbindung mit Savoien seyälter, als diejenige mit Frankreich, u. s. f. Puysieux bewirthetedie Gesandten kostbar, bezahlte ihnen die Reift, welches aberZürich und Bern ausschlugen, both öle Neutralität von Chablaisund Faucigny an, welche die Eidsgenosftn auf Kosten des Königsbesetzen sollten, mit dem Vorbehalte, daß diesem, nicht aberdem Herzoge von Savoien der Durchzug gestattet werde. Dafürforderte er «ine neue Werbung.

Die Eidsgenosftn beharrtrn auf her Neutralität Savoiens,