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das Elsaß abtreten müssen, und schon hatte sich der Rath vonBasel über die diplomatischen Schritte berathschlagt, welche erdeßwegen zu thun habe.
Ueberwiegend war während einiger Zeit in Bünden der Oe-sterreichische Einfluß; doch behaupteten endlich die vaterländischGesinnten oder die Neutralen, durch die Volksmeinung unter-stützt, die Oberhand. Gleichwohl erschütterte der Masner-Handel, der ein neues Bild des damahligen anarchischen Factio-nen-Wesens liefert, nicht nur die Ruhe Lündens, sondern erbeschäftigte auch die Eidsgenossen. Thomas Masner, Raths-herr zu Chur, ein Handelsmann und Waaren - Speditor, hattedadurch, daß er keine Mittel verschmähte, ein großes Vermö-gen, und weil man ihn fürchtete oder Vortheile durch ihn zuerlangen hoffte, ein gewisses Ansehen erworben. Oesterreichganz ergeben, war er zum Aufseher gegen den Schleichhandelnach der Oesterreichischen Grenze bestellt worden, wobey er Fran-zösische Kaufleute und Waaren aufs härteste behandelte, zugleichaber seine Habsucht durch Einverständnisse eigennützig befriedigthaben soll. Auf einer Reise nach Misox ließ er einen Franzö-sischen Eilbothen aufheben, nahm demselben nicht nur die Briefe,sondern auch andere Gegenstände vom Betrage einiger tausendThaler ab. Durch niederträchtige Hinterlist sollten nunmehr dieGewaltthaten bestraft werden. Merveilleux, der Bruder desFranzösischen DollmetscherS zu Chur, lockte, 1710, den sech-zehnjährigen Sohn Masners, der zu Genf studirte, auf dieFranzösischen Wachtposten hinaus, wo der Jüngling sogleichergriffen und in das Fort de l'Ecluse gefangen gesetzt wurde.Aufgebracht über diese hinterlistige Entführung erkühnte sichMasner, durch Bewaffnete auch den Dollmetscher aufheben undin seinem Hause verwahren zu lassen. Der Stadtmagistrat zuChur wollte oder konnte diese Selbsthülfe nicht rügen. Endlichwurde auf die nachdrücklichen Beschwerden des FranzösischenBothschafters in der Eidsgenossenschaft, du Luc, so viel vermittelt,daß Merveilleux in Freyheit gesetzt wurde, doch aber versprach,