dem linken Ufer der Rruß dem Dorfe Eins, dessen Besatzung,ungeachtet sie die feindlichen Gesinnungen der Einwohner kannte,weder an Feldwachen, noch an Patrouillen dachte. Schon dran-gen die Fünförtischen, unter welche sich auch Weibspersonen ge-mischt hatten, in das Dorf. Viele einzelne oder in kleinen Ab-theilungen überraschte Werner wurden niedergemacht. EinemTheile derselben gelang eS, unter dem Brigadier von Mullinen,sich auf Muri zurück zu ziehen; doch weil sie jetzt die Straße vonMerischwanden wählten, wurden ihnen daselbst 2 Kanonen abge-nommen, einige Leute getödtet und LL gefangen. 5vo anderevertheidigten sich auf dem Kirchhofe; allein das heftige Feueraus den benachbarten Häusern nöthigte sie, sich in die Kirchezurück zu ziehen. Mit der größten Entschlossenheit wurde von bey-den Seiten gestritten, bis die Berner nach einem dreystündigen Wi-derstände gänzlich übermannt, und diejenigen, welche sich in denThurm zurück gezogen hatten, durch den Rauch des angezündetennassen Strohes entweder erstickt oder herunter zu springen genöthigtwurden. Viele Verwundete und Gefangene waren verstümmelt,in Stücke gehauen, durch gehetzte Hunde zerfleischt worden.Ueber ioa Todte (*) verloren die Werner, und einer noch grö-ßer» Zahl von Gefangenen mit dem Obersten Meum'er rettete nichtohne Mühe Ackermann das Leben. Nicht viel weniger büßtenauch die Sieger ein. Ackermann selbst war verwundet und OberstReding getödtet. Einige too Neuenburger, welche zu Au lagen,erlitten ein den Beruern ähnliches Schicksal und einen Verlustvon ungefähr 40 Mann. Wegen des starken Nordwindes woll-ten die keine Stunde weit vom Kampfplätze stehenden Zürichernichts von dem Gefechte vernommen haben, und selbst der An-blick der jenseits der Reuß fliehenden Berner bewog sie nicht, zueinem Versuche gegen die Jugerische Grenze, um den Angegrif-fnen Luft zu machen. Sie gedachten nicht, daß unter solchenUmständen die moralische Einbuße weit größer ist, als ein wirk-
et Andere geben den Verlust weit höher an.