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Zweyter Band.
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licher Verlust, zu welchem doch hier keine Wahrscheinlichkeit vor-handen war. Auch das Werner-Heer bey Muri zeichnete sichan diesem Tage nicht aus. Alan begnügte sich den Angegrif-fenen eine kleine Abtheilung zuzuschicken, für deren Rückkehr manbald selbst besorgt war.

Im Cantone Luzern gebothen die Partey des Nuntius unddie tobende Menge. Diese wählte selbst zu Anführern den altenSchultheiß Schweizer und den Brigadier Psvffer, stieß Offi-ziere zurück und nahm andere nach eigenem Gefallen an. Alleindieß hinderte nicht, daß manche aus ihnen bey den Haaren ge-rissen, herum gestoßen, Ketzer, Verräther und Perückenbubengescholten wurden. Dem Schultheiß Schweizer wurde am 24 zu Auvon einem Manne aus den Ländern das aufgezogene Gewehr mitdem Bajonett unter den Worten: „Soll ich?" vor die Brustgehalten. Das katholische Heer war wieder in die freyen Aem-ter eingedrungen, vermehrte sich durch die Einwohner derselbenund durch Verstärkungen von Hause auf 10,000 bis 11,000 Mann.Die Berner hingegen, deren Anzahl sich durch den Verlust beySins und die vielen Entlassungen, welche wegen der eingetre-tenen Ernte waren bewilligt worden, auf sooo bis Sooo Mannvermindert hatten, zogen sich zwischen Molen und Vilmergenzurück. Mit den Zürichern waren sie so unzufrieden, daß sieeine Abtheilung derselben, welche von Maschwanden nach Brem-garten vorgerückt war, nicht an sich ziehen wollten.

Ungeachtet von den Schwyzern am Richtersweiler-Berge aufdie Züricherischen geschossen und am 19 ein Offizier schwer ver-wundet wurde, war strenger Befehl gegeben, dieses Schießennicht zu erwiedern, und eben so wenig beeilte man sich, die auchan dieser Stelle durch Entlassungen verminderte Truppen-Ab-theilung zu verstärken. Schon am 21 zog sich das Volk vonEinsiedelei, der March und den Hosen bey dem ScinvyzerischenVorposten an der Feldschanze beym Jtlismvos zusammen. Am22 mit Anbruch des Tages machten 2000 Mann, welche ihrenAnführern drohettn, sie an eine Eiche aufzuhängen, wenn sie