Band 
Zweyter Band.
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nicht zum Angriff- sich entschließen wurden, einen Einfall.Zuerst wichen die Züricher zurück; allein bey der Sternschanzethat der Major Wcrdmüller, bey der Bellenschanze HauptmannKeller von Ohring.en, der 26 Jahre früher sich daselbst als jun-ger Soldat ausgezeichnet hatte, entschlossenen Widerstand, bisder Rittmeister Aeschmann mit Reuterey und einige 100 Mannunter der Anführung des Eündnerschen Majors Mattli zurUnterstützung sich einfanden. Die Angreifer wurden zurück ge-worfen, von der Reiterey verfolgt, und neben 3 Offizieren unddem Pfarrer von Ealgenen verloren sie viele Todte; die Züri-cher 5 Offiziere , 12 Gemeine und 41 waren verwundet. Inden Häusern, in welche die Angreifer eingedrungen waren, fandman einen Greisen und sieben Weibspersonen grausam ermordet.

Mit zögernder Unthätigkeit benahmen sich während dieses An-griffes ,dir Aürichcrijchen Truppen-Abtheilungen am Fuße desBerges und am jenseitigen Seeufer bis nach Rüti hin.

In den freyen Aemtern hinderte nur der anhaltende Regeneinen Angriff, zu welchem die V Orte am 22 sich bereits ange-schickt hatten, und in dessen Erwartung die Werner währendzwey Mahl 24 Stunden beynahe immer in den Waffen gestandenwaren. Mittlerweile wurden in die Bernerischen Dörfer Fahr-wangen und Melchnau Einfälle gemacht und daselbst geplündert.

Ohne aus den Angriffs-Plan des KriegöratheS zu achten, hiel-ten am 24 die Ländler zu Muri eine Gemeine, ob sie nach Hauseziehen, zu Muri stehen bleiben, oder Morgens gegen den Feindziehen wollen. Lange ergab sich keine Mehrheit, und die Lu-zernerischen Anführer mußten sich des Joseph an der Hub be-dienen, um diesen Haufen an die Verheißungen zu erinnern, wel-che er dem Luzernerischen Landvolks gemacht hatte, und ihn zubereden, mit ihnen gegen die Werner zu ziehen. Nur beharrtendie Schwyzer darauf, sie seyen bestimmt, das Kloster Muri zubewachen, und zogen nicht vorwärts. Am 25 war das Wetterbesser geworden, und das katholische Heer bereitete sich zum An-griffe. Besser geordnet und bewaffnet war der linke, beynahe