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Zweyter Band.
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senden. DaS Volk dieser M Orte erkenne keine Obrigkeit mehr;zu Luzern und Uri befolge der Pöbel ihr Beyspiel; die Gesand-ten, welche doch aus Auftrag gehandelt hätten, dürfen nicht inihre Heimath zurück kehren. Au Eins haben die Weiber mehrSchaden gethan, als die Männer, und viele derselben seyen er-schossen worden. Man sehe nun, daß er mit Recht gerathenhabe, man sollte nach Aug hinziehen, als dort die Obrigkeit aufeine unerhörte Weise sey behandelt worden, u. s. f.

Briefe, welche in den Laschen der Erschlagenen gefundenwurden, vermehrten die Entrüstung der Sieger, welche aus den-selben ein planmäßiges Verfahren der Regierung von Luzern zuerkennen glaubtest; allein sie bewiesen mehr Parteygeist, Schwächeund das daraus hervorgehende Bestreben, sich in die Umständezu fügen und aus denselben den möglichsten Vortheil zu ziehen.Den Gesandten der unparteyischen Orte, welche unmittelbar -nachder Schlacht bey Vilmergen den Bernerschen Anführern einenWaffenstillstand vorschlugen, und eine Abordnung ankündigten,antworteten diese, sie seyen nur da, um die Befehle ihrer Obernzu vollziehen, nicht um zu unterhandeln. -Am 27 lagerten sichdie Züricher auf der Aber» über Blickenstorf, plünderten die denZugern untergebenen Dörfer Steinhaufen, Rumeltiken und Nie-derweil, verbrannten mehrere Häuser und bemächtigten sich desKlosters Frauenthal.

Jetzt noch glaubten die Auger, Aürich an sein Manifest vomtZ April und an seine damahlige Erklärung erinnern zu können,daß kein Ort offendirt werden sollte. Wenn, sagten sie, demEinfalle in den Wädensweiler-Berg Menzinger beygewohnt ha-ben, so sey dieß ohne Befehl geschehen. Allein am 23 versprachZug, seine gegen Zürich und Bern im Felde stehenden Leute un-ter Androhung des Verlustes ihres Landrechtes nach Haust zuberufen, die Brücken und Eingangspäffe bis auf den Friedenabzutreten, den Oberst Meunier und die übrigen Gefangenen ge-gen Bezahlung des Kostgeldes ohne Ranzion loszugeben, denFeinden beyder Orte keinen Paß zu gestatten, den Pferden der-