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Zweyter Band.
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gungen. Vieles mußte für die Verwundeten und für die Nach-gelassenen der Gebliebenen gethan werden. Großes leistete indieser Beziehung Bern, welches auf verschiedenen Seiten beynahe4o,ooo Mann aufgebothen, und allein die großem Kampfe be-standen hatte; es beschränkte sich aber nicht auf die Heilung die-ser durch den Krieg zahlreichen Familien geschlagenen Wunden;sondern man sann auch auf die Verbesserung moralischer und po-litischer Gebrechen, von deren Daseyn man sich überzeugt hatte,und schlug zu diesem Zwecke i) Zürich vor, Gott dadurch zuversöhnen, daß man den großen Sünden entsage und dieß gegendie Nebenmenschen bescheinige. 2) machte man diese Stadt aufdas Bedürfniß einer aufrichtigen Harmonie beyder Stände, undZ) einer guten kriegerischen Verfassung mit geschickten Offizierenaufmerksam. — Von der großen Wichtigkeit des Letzter» hattesich Bern durch den rühmlichen Erfolg seiner Anstrengungen wäh-rend des Krieges in Vergleichung mit demjenigen, was es vor56 Jahren erfahren harte, überzeugt. Vor allen Andern hattensich seine Offiziere und Soldaten, sowohl Deutsche als Waatlän- ,der, durch Muth und kriegerisches Benehmen ausgezeichnet (*).Viele höhere und niedere Anführer hatten nicht nur die belehrend-sten Erfahrungen des fremden Dienstes, unmittelbare Anschauungder Bewegungen größerer, im Kriege begriffener Massen, undTheilnahme an den mannigfaltigen Scenen desselben persönlichgemacht, sondern mit Besonnenheit auf Milizen anzuwenden ge-wußt, ohne diese durchaus wie geworbene Soldaten führen zu wol-len. Dadurch, daß sie Freundlichkeit und Ernst, jedes zur rech-ten Zeit, anwandten, den Muth ihrer Untergebenen zu beleben,ihre Kampflust schnell zu benutzen verstanden, die Gefahren nichtnur theilten, sondern in denselben so voran gingen, daß selbst

(*) Es ließ dle Bildnisse seiner tapfern Anführer Zritching,Tscharner, u. f. f. in der Stadtbibliothek aufstellen. Den GeneralSacconay beehrte es überdieß mit dem Bürgerrechts der Stadt undder Aufnahme in den großen Rath,