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trefflich nennt; allein ungeachtet einzelner zweideutiger Hand-lungen und Worte des BothschasterS kann keine Ungewißheit überdessen damahliges Benehmen mehr übrig bleiben, wenn man sieht,daß der Papst am 17 Juli eö bedauert, daß die frühern Nachrich-ten, der König habe die beyden Orte mit Krieg bedroht, nichtgegründet seyen, und ihm vollends vorwirft, sein Gesandterrathe den katholischen Orten den Frieden an.' Noch am 28 De-cember 1715 schrieb Clemens XI an Ludwig XIV, wenn der letzt-jährige Friede müßte angenommen werden, so wäre es gänzlichum die heilige Religion und uni das ewige Wohl vieler tausendSeelen gethan.
Eher hätte man feindselige Absichten von dem Grafen vonTrautmannSdorf, von dem Wienerhofe selbst und von einigenReichSgliedern erwarten können; denn sie kannten die Anhänglich-keit der katholischen Orte an Frankreich, und aus die Beweise vonErgebenheit, welche Zürich und Bern dem Kaiser gegeben hat-ten, schien dieser kein Gewicht zu legen. — Das Verfahren Zü-richs und Berns gegen die Abiey St. Gallen, so bald es in wirk-liche Thätlichkeiten überging, diplomatisch ganz zu rechtfertigen,würde eine schwere Aufgabe seyn; allem wer sollte sich nicht auchmit raschern Schritten der Regierungen versöhnen können, wenndiese, nachdem die Unterhandlungen erschöpft sind, nach mensch-lichen Gefühlen handeln, ohne immer ängstlich zu berechnen, wasAndere thun oder was ihre eigenen Unterthanen daraus folgernkönnten? Tief lag es in dem allgemeinen Gefühle, daß das Tog-genburg schon lange ungerechte Bedrückungen dulde, und eS istbezeichnend, daß selbst der vieljährige Freund und Rathgeber derv Orte, der Spanische Gesandte Bereits Lands, im May an denLandammann Zurlauben schrieb: „ Sehet nun, wie weit die Katho-licität durch die Bedrückungen und Ränke deS AbteS von St.Gallen gebracht ist."
Die Forderung der Züricher und Werner, baß Baden, dieuntern freyen Aemter und die Stadt Rappersweil ihnen abgetretenwerden, war zwar durch militärische Gründe und die wiederhohlte