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Zweyter Band.
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Rappersweiler-Krieges erschienen in den katholischen Orten einZwinglischcs Vater unser, Ave Maria, Glaubensbekenntniß,und ein Schweizerisches Evangelium. Das erste begann mit denWorten: „Vater aller Ketzer, der du bist in der Hölle, ver-tilget werde dein Nahme." Der Glaube: „Ich glaube nichtan den verfluchten Zwingst, noch an seinen gebornen Sohn voneiner ausgesprungenen Nonne; gelitten hat er unter dem Scharf-richter von Luzern", u. s. s. Das Evangelium bestand in einerauf die damahligen Ereignisse sich beziehenden Parodie der Ziiri-cherischen Uebersetzung,

Johannes Wirzen's Komas sulmsls exemplum, in apocalyp-tischen Figuren und Erklärungsgesprächen über dieselbigen für-gestellt. (Zürich 1677. 8".) , versucht es, mit heftigen Anzüglich-keiten die schauerlichsten Bilder der Apocalypse auf Rom und diepäpstliche Hierarchie anzuwenden. Eine Probe davon mag dieKupfertafel bey Seite 235 liefern. Unter dem Engel, welcherdie vierte Schale des Zornes ausgießt, sitzt ein gehörntes Unge-heuer mit einer dreyfachen Krone, von Begleitern in geistlichemund weltlichem Ornate umgeben; und unten befinden sich dieWorte:

Der Antichrist «is auch sein rokk

Bon Zorn erhitzt, lesterkcnd Gott,

Weil der verfinstert sitzt mit spott.

In einem chorologlum sr-tbrnsiico-morole, 1717, verkündigteder Jesuit Düster von Sarnen, daß noch im nähmlichen Jahredie reformirte Kirche untergehen müsse, weil Neuerungen in derReligion nicht über 200 Jahre dauern.

Doch auch unter diesen für die Ausbildung des menschlichenVerstandes und die Entwickelung größerer Charaktere so nach-theiligen Verhältnissen durchbrachen einzelne Männer die conven-tionellen Schranken, welche durch Vorurtheile und Schlendrianenge waren geschlossen worden, und bewiesen aufs neue, daß inZeiten, wo Alles sich zu verdunkeln scheint, die Empfänglichkeitfür das Wahre sich immer erhält, gerade zu der Zeit wo der