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Zweyter Band.
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Zwang der Consensus-Formel das theologische Studium zu Zürichund Bern unterdrückte, eröffneten in der westlichen Schweiz vor-nehmlich dreh Männer lichtvollere Ansichten. Alphons Turretinvon Genf, Samuel Werenfels von Basel und Friedrich Oster-wald von Neuenbnrg. Der erste machte zu Gens dem Zwangedes ConsensuS ein Ende, und zeichnete sich durch seine Bemü-hungen zur Vereinigung der Protestanten aus. Aehnliche Ver-dienste schmückten die beyden andern. Auf der politischen Lauf-bahn bestritten nicht nur Caspar Esther, Fr. U. Ealthasar undandere achtungSwürdige Männer Mißbrauche und Unordnungen,welche den einflußreichsten Personen und Corporationen wohlbehagten, ohne um deßwillen als Träumer und Stürmer besei-tigt zu werden, sondern ihre nachherige Erhebung zu den obernStaatswürden beweist, daß eine nicht geringe Zahl von Mit-bürgern ihre Anstrengungen billigte.

Zu Zürich bildeten sich verschiedene Vereine, jüngerer Män-ner, welche durch Nachforschungen und Vorlesungen über vater-ländische Gegenstände historische Dunkelheiten beleuchteten, sichgegenseitig unterrichteten oder zum Staatsdienste vorbereiteten.Aehnliches geschah auch in andern Schweizerischen Städten. —Zu Bern gab der sogeheißene äußere Stand, den man bisweilenauch den Schattenstaat nannte, der regierungsfähigen Jugendden Anlaß , sich wenigstens mit den Formen der Staatsver-waltung bekannt zu machen, und den für Republikaner so wich-tigen freyen Vertrag auszubilden. Durch Erwähluug vouSchultheißen, kleinen und großen Räthen ahmte er die Würdenund Aemter des Staates nach, hatte seine Schreiber, Groß-wcibel und Bedienten, und bestellte durchs Loos <20 Vogteyen,welche meistens von zerstörten Schlössern ihre Nahmen führten.Den Schultheißen und ersten Beamten waren diese Stellen einewichtige Empfehlung für die Aufnahme in den großen Rath,und auch den übrigen Gliedern wurde bey den Wahlen in dengroßen Rath eine Stimme zugezählt. Ohne irgend einen sichernBeweis, wollten einige den Ursprung dieser Anstalt bis an die