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Zweyter Band.
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im Vertrauen auf die Unterstützung der beyden nunmehr ver-einigten großen Mächte, und das Woromäische Bundniß wurdeerneuert. Mancherley beunruhigende Gerüchte durchliefen diereformirten Cantone. Au Aürich erzählte man sich von Wetten,die in den Ländern seyen gemacht worden, daß bald in demMünster zu Aürich die Messe werde gelesen werde», ll. dgl. in.Jetzt versuchte es der Französische Bothschafter Chavigny, demBundesgeschäfte eine neue Anregung zu geben. Er lud im Sep-tember den Aüricherischen Rathsherrn, nachherigen BürgermeisterHeidegger zu sich nach Solothurn ein, sagte ihm, Basel sey zueinem Bündnisse geneigt, pries die Vortheile, welche für die Ruheund Sicherheit von Aürich und Bern daraus hervor gehen würden,empfahl die Restitution und schlug vor, die für die beyden Ortewichtig gewordene Verbindung auf die Beybehaltung von Brem-garten Und Mellingen zu beschränken*). Der Jüricherische ge-heime Rath trug Heidegger» nach seiner Berichterstattung auf/sich wegen der Bundesangelegenheit gegen den Bothschafterdurch die damahligen Conjunctnren zu entschuldigen und beyzu-fügen, über die Restitution könne nicht eingetreten werden. --So hoch war inzwischen das Mißtrauen der beyden Neligions-theile gestiegen, daß einige unbestimmte Drohungen der Schwy-zerischen Grenzbewohner und unverbürgte Gerüchte von einem feind-lichen Einfalle am 6 Oktober beynahe die gesammte Mann-schaft des linken Seeufers bewaffnet an den Grenzen des CantonSSchwyz versammelten. Der Alarm verbreitete sich bis in dieentferntesten Gegenden der EidSgenofsenschaft und lieferte einGegenstück zu dem Uznacher-Handel. Die reformirten Cantonewurden noch aufmerksamer gegen Frankreich; doch lehnte im Ok-tober 1759 der Aüricherische große Rath einen neuen Antragab, ein allgemeines Bündniß mit Frankreich einzugehen, dender Schultheiß Roll von Solothurn mitgetheilt hatte. 1758 üb«-

G) Archiv sür Schweizergeschichte und Landeskunde. Zürich »8-7l> n5.