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Zweyter Band.
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zu machen, bis 1705 die versamlnelte Landsgemeine zu GlaruSdurch Sprecher, weiche ihr vortrugen, der Landrath habe vorZ8 Jahren ohne Wissen des Volkes den Werdenbergem einenBrief gegeben, ihnen zum Nutzen, den 'Glaruern aber zumSchaden, so in Bewegung gesetzt wurde, daß keine Stimmees wagte, sich dem Beschlusse zu widersetzen, welcher dem Land-vogte auftrug, dem Briefe nachzuforschen, und denselben zu Han-den der Obrigkeit einzusenden. Der Brief wurde abgeliefertund mit ihm zugleich dir Urbarien, andere Briefe und Nödel,(Verzeichnisse), und der Landrath zu GlaruS, welcher besorgte,die Zurückgabe desselben möchte Unruhen bey dem Volke vonGlaruS erregen, sucht? die Werdenbergex durch die Verheißungzu befriedigen, sie sollten bey demjenigen, was ihnen von Rechts-wegen gebühre, geschützt und geschirmt werden. Allein die Wer-denberger forderten die Zurückgabe; und ein dreyfacher Landrathzu Glarus beschloß, die Gerechtsamen, welche die Werdenber-ger von ältern Zeiten her genossen Hütten, sollten in eine Ur-kunde zusammen gefaßt und denselben zugesellt werden. Alleindie mißtrauisch gewordenen Unterthanen forderten den entzogenenFreyheit«-Brief zu wiederhohlten Mahlen zurück, und weigertensich endlich, 1719, dem neuen Landvogte zu huldigen, bis ihreSchriften ihnen wurden zurück gegeben werden, Ihre auf -WooSeelen steigende Bevölkerung und die Entfernung des herrschen-den LantsiiS, von welchem sie das Sarganserland trennte, gabihnen Zuversicht, Jetzt sprachen die Obern im mildern Tone,und in der Kirche zu Grads sagte der Laudammann von Gla-rus zu den versammelten Grafschaftsleuten: „Ich bin ei» alterMann ; mein einer Fuß steht schon im Grabe , und der andere sollnachfolgen, wenn Euch nicht Wort gehalten wird!" Aber indas so lange hingehaltene Volk kehrte das Vertrauen nicht mehrzurück.

Zürich, dessen Fceyherrschaft Sax an Werdcnberg grenzte,suchte versöhnend einzuwirken. Die Glarner wandten sich anden Vorort und an die Lagsatzung, und eben dieß thaten auch