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die Werdenberger. Als die regierenden Orte des Sarganserlan-des von der Tagsatzung zu Frauenfeld sie durch eine Auschristermähnten, ihren Obern zu huldigen, setzten sie dieser Ermah-nung Bedingungen entgegen, und als die Tagsatzung des fol-genden Jahres in eidgenössischem Nahmen zwey Abgeordnete,den einen von Aimch, den andern von Lu.zern, nach Werdenbergschickte, um die Einwohner zu beruhigen, schien dieser Versuchzu gelingen, und die Werdenberger huldigten. Aber ein durchdas Gefühl des erlittenen Unrechts aufgeregtes, durch verschie-dene Einflüsse bearbeitetes Volk gibt sich jedem neuen Ein-drucke hin. Durch die ganze nordöstliche Schweiz sprach dasVolk so laut für die Sache der Werdenberger, daß die regie-renden Orte in den gemeinen Herrschaften, der Abt von St.Gallen im Zchggenburg, und Aürich in der Herrschaft Sax aufdie Bitte der Elarner das Volk von Theilnahme abmahnten; undnicht ohne Bitterkeit forderten die Werdenberger 1721 noch einMahl ihre Doeiimente, mit der Erklärung, ihre Ausschüsse wür-den nicht mehr nach PlaruS kommen. Doch hatte 1721 eine Auf-forderung. der Tagsatzung von Frauenfeld die Wirkung, daß dienahmentlich geforderten zwölf Ausschüsse sich nach Elarus bega-ben. Sie erschienenaber diejenigen aus ihnen, welche nichtnachgeben wollten, wurden verhaftet, und einer der Entschlos-sensten starb plötzlich im Gefängnisse. Dieß brachte die Werden-berger noch mehr auf. Von dem, was zu Elarus verhandeltwurde, wollten sie nichts mehr wissen, und vierzig ausihnen verbanden sich durch einen Eidjchwur, Gut u»d Blutan die Sache deS Landes zu wagen. Jetzt bevollmächtigte dieLandsgcmeine den Rath zu Anwendung von Gewalt. Zwarmißrieth dieß der Vorort Aürich, aus Bescrgniß, eS möchtenweit verbreitete Gährungostoffe sich in der EidSgenoffenschaftdadurch entzünden, und vor Andern aus die Toggenburger denWerdenberger» Hülfe leisten. Auch Bern empfahl Milde.
Ohne sich abhalten zu lassen , schickten die Glarner in kleinenAbtheilungen über die Alpen des LoggendurgeS 72 Mann,