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Zweyter Band.
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hinter der Sitter gewählt seyn, und wann der Landammannaus dem einen, der Siariyalier aus dem andern Theile ernanntwerden sollten.

Die sämmtlichen Vorsteher aller Rhoden hatten dem zu Ror-schach entworfenen Vergleiche beygestimmt, ohne denselben derLandsgemeine vorzulegen, weil bisher nur Bundesvexträge der-selben seyen vorgetragen worden. Allein schon 1715 brachte einezahlreich? Paxtey, wxlche den Artikel als eine Beschränkung derUnabhängigkeit des Landes erklärte, und auf das Recht der Selbsi-hiilfe nicht verzichten wollte, die Sache an die Landsgemeine.Ungeachtet nichts geändert wyxöe, setzten sie ihren Widerspruchlind ihre Versuche mit Hitze fort, und der Landrqth hielt esfür zweckmäßig, lisid sich selbst für stars genug, Mehrere derselbenam Gelde und an der Ehre zu bestrafen, 1718 wurde der §in dqs Badische Friedens-Instrument aufgenommen, und schon1720 in einer Aollstreitigkeit zwischen dem Atzte und den Appen-zellern davon Gebrauch gemacht. Weil die Entscheidung nichtnach dem Wunsche der Letztern ausfiel, so erneuerten sich dieAeußerungen der Unzufriedenheit. Auf der nächsten Landsge-meine wurde die Sache wieder zur Sprache gebracht, und maghörte den Ausruf: man wolle tzey dein alten und neuen Testa-mente, bey deni alten Landbuche, und bey den alten Rechtenbleiben. Allein auch dieser Sturm ging vorüber, bis 1732 eineneue Aollstreitigkeit mit der Stadt St. Gallen die Zwietrachttzis ayf eigen Grad entflammte, daß Gewaltthaten erfolgten,und wirklich Feindseligkeiten nahe waren. Denn wenn Eifersuchtund Haß zwischen den Vorstehern walten, und diese das Volk alsWerkzeug ihrer Leidenschaft bearbeiten, so ist die gemeine Sachedem gefährlichsten Schicksale Preis gegeben. DaS Ansehen, das diebegüterte Familie Aellweger in Trogen genoß, hatte die Eifer-sucht einer andern Partey erregt, an deren Spitze der Landam-mann Wetter und der Statthalter Meyer von Herisau standen.Kaum konnte man diese beyden Männer abhalten, an der Lands-gemeine das Volk um seine Meinung über den § 83 zu befra-