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Zweyter Band.
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gen, den mgn ihm als eine Begünstigung der Stadt St. Gal-len und als die Frucht einer geheimen Verabredung geschilderthatte. Allein nun brachten sie bey den Vorstehern hinter derSitter die Frage zur Sprache: ob nicht das Landes-Archiv zuTrogen getheilt, und ein Theil davon nach Herisau gebrachtwerde» sollte.

Als die Stadt St. Gallen die Ernennung von Schiedrich-tern forderte, sagten die Mißvergnügte» in den äußern Rhoden:Vormahls hatten wir nicht vier, sondern zwölf Cantone zu Schied-kichtern. Zwey verstorbenen Landesvorstehern hinter der Sitterund zwey noch lebenden vor der Sitter warf man vor, siehätten nicht nur zu Norschach dem Lande das Recht geraubt,Beleidigungen zu rügen, sondern auch dasjenige der Nothwehrgegen den Abt und die Stadt St. Gallen. Ein nicht ohneWiderspruch zu Trogen versammelter zweyfacher Landrath fandden Artikel unverdächtig, beschloß, die Verleumder zu bestrafen,und ließ dieß in allen Gemeine» von der Kanzel verkündigen.Hinter der Sitter hinderte man dir Untersuchung, entsetzte einigedem Artikel zugethane Gemeindevorsteher, indeß vor der Git-ter ein von dem Doktor Zellweger abgefaßtes Memorial, welcheseine Rechtfertigung desselben enthielt, mit Uebereinstimmung derLandeshäupter in allen Gemeinen verlesen wurde. Das Volkvor der .Sitter gab der Denkschrift seinen Beyfall, und fordertenun eine Zusammenkunft, welche durch zwey Abgeordnete jederGemeine im Speicher gehalten wurde. In einer anonymenWiderlegung der Zellwegerschen Schrift sagte man dem Volke,die Stadt St, Gallen habe, um immer neue Zölle errichten zukönnen, dem Abte und den Appenzellern die Hände gebunden,und aus Furcht habe man sich in einen fremden Vertrag ein-schließen lassen. Die von der Partey hinter der Sitter gefor-derte LandSgermine, und die Verwerfung des 83 § wollte diePartey vor der Sitter nicht zugeben. Ein großer Rath zu Tro-gen, vor dessen Besuchung die Häupter hinter der Sitter dieGemeinen gewarnet hatten, verwarf die Ansichten der Letztem,