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Hundiveil versammelten Lanörathe getrauten die alten Negie-rungsgliedex von Trogen sich nicht, beyzuwohnen; und ebenso wenig entsprach man einer Deputation des Landrathes, welchepoch Tr-gen kam, um mit Drohungen zur Unterwerfung aufzu-fordern. Diese Ankündigungen und die schnell verbreitete Nach-richt, es sey zu Hufldweil von Verhaftungen, von Abhaltungeines durch Bewaffnete begleiteten Landrathes zu Trogen, undvon Unterwerfung dep Widerspenstigen gesprochen worden, rü-stete man sich zu Trogen zur Gegenwehr, und flüchtete in dasRhejnthal, dessen Eiflwohnex, gleich wie diejenigen der altenLandschaft und die Tpggenburgrr, den Linden günstig waren.Unzufriedene Unterthanen sehen es gewöhnlich ehen so gerne,wenn ihren Herren Schranken gesetzt werden, als Freye, dieSchranken hassen; und gerade in dem § 83 erblickten die Unter-thanigen eine solche Beschränkung. Auf die Bitte dex Lindenbegab sich nun die Conferenz nach Herisau. Allein da sie, gegenßürichS Rath, den Weg üher St, Gallen nahm, machte dießdie Harten noch mißtrauischer, Die Obrigkeit in Herisau empfahldem Volke ruhiges Benehmen, um, wie ihr Mandat sagte, denVorwurf zu entfernen, als ob im Lande keine Ordnung herrsche,Mit Anstand wurde die Conferenz empfangen. Am 19 wurde?in Landrath gehalten, von welchem die Linden ausblieben. Ih-rem Läufer, der die Entschuldigung in der Standesfarbe brachte,zog das Volk zu Herisau dieselbe aus, Hier, iin Brennpuncteder Gährung, sprach die Conferenz nur vermittelnd und beleh-rend. Sie empfahl dringend allgemeine Amnestie und die Ab-haltung einer ruhigen Landsgemeine zu gewöhnlicher Zeit. Nachwenigen Stunden kündigten 4ooo bis Z 00 oMann, die aus zehn Ge-meinen zusammen strömten, durch vier Wortführer der Conferenzan: man werde von dem Schlüsse zu Teuffen nicht abgehen,und fordere Unterwerfung der Rebellen. Der große Platz zuHerisau faßte die Schar nicht mehr, und die Menge rief: „SindWir noch frey, oder sind wir Unterthanen?" Die Nacht wareingebrochen, und endlich mußte bey Lichte den Ungeduldigen die