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Erklärung vorgelesen werben: bie Stände werden ihnen den§ 83 nicht aufdringen. Ein neuer Tumult hatte am folgendenTage die Wirkung, daß die Mehrheit der Conferenz, ungeach-tet des Widerspruches der Gesandten von Zürich und Bern, demVolke erklärte: man werde die Gemeinen vor der Sitter zurUnterwerfung auffordern, und sehe nicht ein, daß ohne dieß dieRuhe hergestellt werden könne. Auch diese Erklärung wurdedem Volke vorgelesen.
Am 2i Februar verreisten die Gesandten nach St. Gallenzurück, ohne Trogen zu besuchen, wie die Linden gewünscht hat-ten, und in hohem Grade war das Volk von der Partey derHarten gegen Zürich und Bern erbittert. Die Obrigkeit zuHerisau, welche ihrem Volke viele Ermahnungen der Confercnznicht mitgetheilt hatte, bezeugte nun derselben ihre Besremdungüber ihre Abreise mit der Erklärung: man werde bey dem Schlüsseder Landsgemeine verbleiben. Den Linden geboth sie durch einernstes Mandat Unterwerfung. Als diese noch ein Mahl eine neuepatriotische Landsgemeine forderten, empfahl die Session ausSt. Gallen Nachgiebigkeit und Mäßigung. Doch nichts wirktnachtheiliger auf das Volk, als ein schwankendes Benehmen.Eine Einladung der Conferenz an die Linden, AbgeordnetenachSt. Gallen zu senden, stimmte sie wieder zu hoher» Erwar-tungen. Die Weigerung der Stadt St. Gallen, nach demWunsche der Linden zu erklären: die Vorsteher der äußern Rho-dcn hätten 1714 und 1718 mit ihr keine geheimen Unterhandlun-gen gepflogen, bestärkte die Harten in ihrem Verdachte. Vorder Sitter ward man in mehrern Gemeinen uneinig. ZuGais, wo die Linden die stärker» waren, entstand am 5 Märzein Tumult. Man schlug sich mit Fäusten und Stöcken. DieSturmglocke wurde angezogen, und von ihren Freunden ausBühler und Teuffen unterstützt siegten die Harten. Keller undScheunen wurden erbrochen, und von beyden Seiten wurdenViele verwundet. Bewaffnet versammelte» sich nun die Linden beyTrogen und Speicher; die Harten zu Teuffen. Nachdrückliche