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geschnitten wurde, hatte Ludwig XIV' dem Cantone Zug einejährliche Ausfuhr von 600 Fässer» Burgundischen Salzes bewil-ligt. Der Stadt - und Amtsrath übertrug dem Baron BeatJakob Zurlauben die Verwaltung und den Verkauf. Er besorgteauch die Vertheilung der Französischer! und Spanischen Pensionenund Gnadengelder. 1712 hatte er den Waffenstillstand mit Zürichund den Frieden befördert, nachher, 1715, mit großer Thätig-keit das Französische Dündniß betrieben, und jedes Mahl diezahlreichen Gegner dieser Maßregel gegen sich und die FamilieZurlauben erbittert. Beat Jaksb" starb am 4 Januar 1717.Nach seinem Tode trat sein Bruder Fidel in seine Verhältnisse.Doch mußte er nach gewissen Fristen sich um die Bestätigungder Verwaltung bewerben, und er unterließ nicht, in den Jah-ren 1718 und 1723 jedem Rathsgliede dafür eine Gabe abzureichen.Selten sind dergleichen Gaben ohne schlimme Folgen. Er erhielt1719 die Statthalter-, und 1722 die Ammann-Stelle.
Die Gcgenpartey, welche man die Oesterreichische nannte,weil Viele von ihnen den Einfluß dieser Macht gegen die Fran-zösische behaupteten, sann immer mehr auf Mittel, diese Vor-theile entweder in ihre Hände zu bekommen, oder doch wenig-stens dem ausschließlichen Uebergewichte der Zurlauben Schran-ken zu setzen. Unter ihnen befand sich der Rathsherr JosephAnton Schuhmacher, welcher den Handel mit Haitischem Salzeführte, dessen Ausfuhr nach dem Frieden wieder war bewilligtworden. Ein fähiger, aber heftiger Mann, den die zahlreichenGegner der Zurlauben gerade deßwegen bey ihren Angriffen aufdieselben vorschoben. Dem Ammann Fidel warf man nicht nureine ganz willkürliche Verwendung und Vertheilung der Gnaden-gelder, sondern ungetreue Verwaltung des für den Staat ver-kauften Burgundischen Salzes vor, und überdieß beschwerte mansich noch über die schlechte Beschaffenheit dieses Salzes. Zuerstdehnte sich die Bewegung über die Gemeinen Baar und Menzin-gen aus. Sie forderten eine gleichförmige Vertheilung der Gna-dengelder. Beunruhigt suchte der Ammann Fidel durch Aus-