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Zweyter Band.
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drücken. An ihrer Spitze stand Vanöenet, den Laws Papier-handel auf eine kurze Zeit in den Besitz eines ungewöhnlichenReichthumes gesetzt hatte. Ein zahlreicher AuSschuß fordertevon dem ersten Syndie, der Rath sollte den Plan deS Fe-stungsbaues der Bürgerversammlung vorlegen, weil nur sie zueiner solchen Unternehmung und zu Ausschreibung von Aufla-gen berechtigt sey; mit Versicherung, sie sey nur für ihre Frey-heit besorgt, und gedenke weder den Festungsbau, noch die Auf-lagen zu hindern-

Durch entgegen kommende Maßregeln Hütte der Rath dersteigenden Gährung ausbiegen, und wahrscheinlich die Bürgerbesänftigen können; auch war ein Theil derselben dazu geneigt.Allein die Mehrheit der Räthe, welche glaubte oder zu glaubenvorgab, jede Nachgiebigkeit würde neue Forderungen zur Folgehaben, drang auf Behauptung des Ansehens der Regierung,und berief sich auf ein Edict von 1570, welches mit Beziehungauf die damahligen Verhältnisse den Räthen die Vollmacht er-theilt hatte, auf die Mittel zu Vermehrung der öffentlichenEinkünfte Bedacht zn nehmen. Der Unwille und die Bewegun-gen unter der Bürgerschaft vermehrten sich. Zusammenkünfteund Drohungen beunruhigten den Rath, der sich theils auf diebesoldete Stadtwache, theils auf die Habitanten verließ, und aus-streute, es werden Bernersche Truppeneinrücken. Dem Syndiedela Garde (Stadt-Commandanten) Trembley wurde aufgetragen,Sicherheitsmaßregeln vorzukehren. Er verstärkte die Wache beymRathhause. Die Bürger versicherten, sie hegen keine gefährli-chen Absichten; sie fordern keine Veränderung der Staatsform,sondern nur die Befriedigung ihrer Wünsche, Früher als ge-wöhnlich kündigte nun der Rath seine Sommerftrien an, unddie Bürgerschaft erblickte darin nur die Absicht, die Erfüllungihrer Wünsche zu verzögern. Am 29 forderten sie noch ein Mahleine Bürgerversammlung, ließen sich nicht nach Hause weisen,und ganze Scharen zogen des Nachts auf den Straßen umher.So geheim als möglich ließ der Syndie Trembley einen Neben-