nächtliche Zusammenkünfte. Als er am 21 August 1737 einStrafurtheil über einige Personen aussprach, welche das Gerüchtverbreitet hatten, man habe einen Posten ungewöhnlich verstärkt,entstanden Thätlichkeiten zwischen jungen Leuten aus den regie-renden Familien und Bürgern. Man griff zu den Waffen. DieBesatzung mischte sich in die Streitigkeit und unterstützte die ari-stokratische Partey. Von dem Grafen Montreal, einem Manne,der im Auslande sich empor geschwungen, eine Zeit lang dieRolle des eifrigen Volksmannes gespielt hatte, und jetzt zu denAristokraten übergegangen war, angeführt, suchten diese sich desZeughauses zu bemächtigen. Dennoch erhielt die demokratischePartey in dem größten Theile der Stadt das Uebergewicht. Vonbeyden Seiten wurden Einige getödtet und Viele verwundet, un-ter diesen der geachtete Syndic Lesart. Gemäßigte VaterlanLS-freunde, unterstützt durch den Französischen Residenten von Clo-sure, setzten den Feindseligkeiten ein Ziel. Die Sieger hieltenden ersten Syndic Grenus als Geißel zu St. Gervais zurück.Am folgenden Tage entwaffneten Je die Stadtwache, besetztendie Thore und beerdigten ihre Todten mit Feyerlichkeit. GegenEinige von der unterliegenden Partey waren Gewaltthätigkeitenvorgegangen; doch bewirkte endlich der Resident eine Ueber-eiukunft, durch welche die Volkspartey verhieß, über das Vor-gegangene keine Untersuchungen mehr anzustellen; gleichwohl behieltsie sich vor, für ihre Sicherheit zu sorgen.
Mehr als seehszig Mitglieder der Räthe entfernten sich mitihren Anhängern und begaben sich größten Theils auf ihre Landgü-ter; und sehr erbitterte es die Demokraten, als Einige von ihnenden Schutz des Gouverneurs von Savoyen anriefen. Nach Zü-rich und Bern berichtete der Rath das Vorgegangene und bath umgetreues Aufsehen, doch ohne eine Vermittelung anzurufen. Den-noch schickte Bern sogleich den Schultheissen JsaakSteigerund denSeckelmeister Ludwig von Wattenwyl nach Genf, und forderteZürich auf, auch Abgeordnete nachfolgen zu lassen. Der Bür-germeister Hofmeister und der Statthalter Caspar Escher, der