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Zweyter Band.
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gungen nur zu oft den weniger Tauglichen auf den Thron setzen,wenn ihnen nicht die Erfahrung gezeigt hätte, daß ohne einefeste Regel der Nachfolge jede Thronerledigung sie zum Opferwilder Bürgerkriege oder eines rohen Soldaten-DespotismuS wer-den lassen kann, und daß das Bestreben, seine gefährliche Stel-lung zu sichern, den durch Gewalt empor 'gehobenen Herr-scher bloß zum Tyrannen macht; da hingegen eine auf feste Re-geln gestützte Regierung einer Bundeslade oder einer Oriflammegleicht, um welche sich das Volk in Zeiten der Gefahr verei-nigt, um nicht durch verschiedene Loosungsworte zerrissen und inGefahren gestürzt zu werden.

Mit besonnener Ueberlegung hatte die Regierung von Berndie Erfahrung des Bauernkrieges benutzt, und viele Mißbrauchein der Verwaltung beseitigt. Zwar machten einheimische Schrift-steller und beobachtende Ausländer der obersten Verwaltung unddem Verfahren der Landvogte noch manche Vorwürfe, die abermit denjenigen, welche die schändliche Behandlung der gemeinenHerrschaften trafen, in keine Vergleichung kamen. Die Staats-Vvrsteher überzeugten sich, es sey eine ihrer ersten Pflichten über,die- untern Beamten zu wachen, die Unterdrückung gerechterKlagen falle schwer auf die höhere Verwaltung zurück, und bieObern finden ihre beste Stütze in der Ergebenheit der Regier-ten. Die bedeutende Ausdehnung des Staates, und die daraushervorgehenden Ansprüche des Volkes, mußten indeß nothwen-dig die ihre Verhältnisse beachtenden Vorsteher aus der beschränk-ten und beschränkenden Stellung eines ursprünglichen Stadtma-gistrates zu derjenigen einer Landes-Regierung erheben. Dafürhatte Bern während der Gefahren des Spanischen Succeffions-Krieges, in seinen Bewaffnungen für die Neuenburgische Erb-folge und zum Schutze des Münsterthales, vornehmlich aber imLaufe des Toggenburger-Krieges und noch bey andern Anlässenvielfache Beweise von der Anhänglichkeit seines Volkes erfahren.

Ganz anders war das Verhältniß der Regierenden zu ihrenMitbürgern. Wie aus einer der Grundlage nach demokratischen