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Nichten. Die Veranlassung zu einem neue» Ausbruci e gab einwissenschaftlicher Gegenstand. In jenem Zeitpunkte fanden vieleObrigkeiten ein Gefallen, die Strafe des Feuers, welche dieKetzer-Gerichte gegen die unglücklichen Schlachtopfer ihres Ei-fers gebraucht hatten, auf merkwürdigere Erzeugnisse des mensch-lichen Geistes'anzuwenden, wodurch diese Flamme die Aufmerk-samkeit des lesenden Publikums auf die verdammte Druckschrifthinriß. Kaum war daS Werk Rouffeau'S erschienen, in welchemer Grundsätze ausstellte, die über die geistige, noch mehr aberüber die physische Erziehung des Menschen Ansichten eröffnete,welche in der Hand blinder Verehrer zu verderblichen Verir-rungen, von einsichtsvollen Menschenkennern und Erziehern be-nutzt, zu zahlreichen wohlthätigen Verbesserungen führen mußten,als zahlreiche Ankläger gegen dasselbe auftraten. Das Parlamentzu Paris ließ das Buch dkrch den Henker verbrennen, und ver-nrtheilte Rousseau zum Gefängnisse, dem er nur durch die Fluchtentging. Sogleich ahmte der Rath von Genf beyde Urtheilsprüchenach, und verdammte auch den conrrac social. Vergeblich bathensich Rousseau's Anverwandte eine Abschrift des Verdammungs-Urtheiles aus. Die erneuerten, von mehrern Bürgern unter-stützten Forderungen wurden von dem Rathe zurück gewiesen.Die Volk-partey) welche behauptete, die Bürgerversammluugsey berechtigt, über jeden Gegenstand Klagen gegen den Rath zusillren, und sich zu berathschlagen, nannten sich Repräsentanten.Diesem setzten die Räthe ein ckrotc »egsetk (VerneinungSrecht) ent-gegen, und forderten kraft dessen, daß nur dasjenige, was zu-erst von dem Rathe vorberathen wurde, der allgemeinen Ver-sammlung vorgetragen werden könnte. Die Freunde des Rathesnannte man Negatifs.
Die Unzufriedenheit der Bürgerschaft und der Eifer des Ma-gistrats riefen den schon lange nur mühsam zurückgehaltenen Grollins Leben, und mit großem Nachdruck begann der Kampf derNegatifs und der Repräsentanten. Man hatte von langem heröm großen Rathe den Titel Souverain beygelegt, und als im