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Zweyter Band.
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entdeckte man diese in einer Scheune nahe bey der Stadt. Lautäußerte sich nun der Verdacht, der bisher nur leise gesprochenhatte.

Valentin Meyer, der Sohn LeodegarS, war der entschie-denste unter den Anklägern; diese drangen auf Untersuchung.Eine Mehrheit der Räthe fand dieselbe bald befriedigend, undhielt ein schärferes Eindringen für unziemlich und nachtheilig fürdie Ehre des StaateS und des Seckelmeisters. Noch ein Mahl be-gannen die Kämpfe um die Untersuchung, und sie wurde wie-der angehoben. Die Schuld konnte nicht mehr geläugnet wer-den; aber Parteysicg, nicht ruhiges Urtheil war die Entschei-dung. Zuerst wurde der Seckelmeister entsetzt, und zum Ersatzeverurtheilt, erst nachher mit Ehrenstrafen belegt, und auf ewigaus der Eidsgenossenschaft verbannt. Laurenz Placidus Schuhma-cher, der Sohn des unglücklichen Seckelmeisters, hatte seine Jugendin tollen Verirrungen zugebracht. Verschwendungen und ein aus-schweifendes Leben hatten ihn in Schulden gestürzt^ dieses ihnzur Untreue in einer Verwaltung verleitet, deren Folgen aus32,000 Gulden stiegen. Er entwich, nahm Kriegsdienste, ent-lief denselben, schlich wieder in dem Gebiethe und in der Nachbar-schaft Luzerns umher, und kam voll Rachbegierde gegen die Geg-ner seines Hauses in die Stadt zurück. Hier suchte er die Un-zufriedenen auf, welche sich an die damahligen Mißvergnügtenin Uri und Zug hielten, und bey diesen Gehör fanden. Er ließDrohungen (und werden, welche die ängstliche Obrigkeit baldbeunruhigten. Man fürchtete Bewegungen in der Stadt undvon, Lande, Theilnahme aus den Ländern und den Umsturz derFamilien-Herrschaft, gegen welche zwar weit verbreiteter Un-wille und einzelne ausgesprochene Drohungen, aber keine Ver-schwörung vorhanden war. Die Bürger beschwerten sich, daßdie Obrigkeit, ohne sie zu befragen, Herrschaften angekauft,Bündnisse geschloffen oder erneuert, Straßen angelegt habe; eben-so über den geringen Genuß der Bürgerschaft an den Franzö-sischen Jahrgeldern und andern Bundesvortheile», über JnnimgS-