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Zweyter Band.
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des Leinwandes; in Aüiich, St. Gallen, Appenzell, u. s. f.die Bearbeitung der vom Auslande eingeführten BaumwolleLurch Spinnen, Weben, Katundruckereyen, Stickereien, u. s. f.Seide und Floret beschäftigten auf ähnliche Weise Zürich, Ba-sel, u. a., und die letztere Stadt bereicherte sich durch ihre großenBänderwebereyen. Au Genf blühte die Handlung in allen Zwei-gen ; im Großen wurde der Uhrenhandel getrieben, und vondorther verbreitete sich bald die Uhrmachcrey in die Gebirge derLandschaft Neuenburg, wo sie manche andere mechanische Kunst-fertigkeiten weckte, unter Welchen sich auch zu einer Zeit, woan manchen Orten die Wasserbaukunst noch in der Wiege lag,unterirdische Mahlwerke in tiefen Felsklüften auszeichneten^

Mit steigendem Erwerb, örtlichem Reichthum und vermehr-ter Bildung stieg auch die äußere Verfeinerung. Nicht nur ver-schönerten sich die Städte durch pallastähnliche und regelmäßigeGebäude, so daß Aern einer Residenzstadt glich, son-dern im Emmenthale und in andern Gegenden des DeutschenWerngebiethes, am Züricher- und Genferfte, entstanden unterden mannigfaltigsten Formen Gebäude, die von städtischer Wohl-habenheit zeugten. In den Gebirgen von Neuenburg, wo imverflossenen Jahrhunderte nur Hirten gewohnt Hatten, nahmenDörfer die Gestalt von Städten an. Winterthurs Hauptstraßeerinnert an die blühenden Städte der Niederlande und Englands.Durch die häufigen Reisen ins Ausland, den fremden Kriegs-dienst, der nach Frankreich, den Niederlanden, Spanien, Neapelden Sardinischen Staaten und Rom (einige andere vorüber-gehende und wenig bedeutende Truppen - Anstellungen nichtgerechnet), dreyßigtausend Schweizer zog, durch den Handelund Verkehr mit andern Staaten gewöhnte man sich immermehr an neue Bedürfnisse; doch blieb noch bey Vielen eineAnhänglichkeit an ältere Sitten und Gewohnheiten zurück. Jaganzen Gegenden, nahmentlich in den meisten demokratischen Can-tonen, setzte gebietherisch die öffentliche Meinung der Ausbrei-tung des LuMS Schranken. In andern führten Prachtgesetze,