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Zweyter Band.
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über die Mittel, sie wieder in Thätigkeit zu bringen, verlangt.Dieser sagte: An geschickten Professoren fehle es nicht; aber ineinigen Facultäten werden wenige Collegien gelesen; gewisseeiercnio Public» seyen abgeschafft; es seyen viele Ferien überdie ursprünglich bewilligte Anzahl eingeführt, u. dgl. — DieRegenz machte es zweifelhaft, ob es für die Universität gut seynwürbe, 'wenn zu viel Fremde da wären, u. s. f. Wir wissen,fährt das Gutachten fort, daß das Gute an und für sich selbstliebenswürdig ist; wir finden aber unter den Unsrigen wenigedergleichen Leute, welche der strengen Secte der alten Stoikerfolgen, welche die Tugend ohne alle Absichten lieben *). Inden Sechsziger - Jahren wurden ähnliche Versuche von Jselin,Daniel Dernoulli und andern Männern von Einsicht betrieben.Der Letztere pflegte zu sagen: stulcius guam c!,'s-

oere er stocere. Zu Zürich fanden die Errichtung einer Kunst-schule und andere Verbesserungen während der Sechsziger - undSiebziger-Jahre langen Widerstand; doch behauptete die guteSache den Sieg, und so an andern Orten.

Auf den meisten Anstalten verbesserten sich auch die Metho-den des Unterrichtes. Dem classischen Studium gaben Dreitin-ger und Steinbrüche! in Zürich, Krauer in Luzern, und anderegelehrte Männer ein neues Leben; überzeugt, daß durch keinanderes Mittel wahrer, vaterländischer Sinn den jugendlichenGemüthern kräftiger beygebracht und bleibender auf die späternJahre fortgepflanzt werden könne , in denen er nur zu gerne er-löscht; und daß eben dieses Studium sehr viel beytrage, diemeisten Zweige des menschlichen Wissens vor Ausartungen zubewahren. Sie hatten die Erfahrung gemacht, daß durch bloßeWort-Kritik und durch langsames Zergliedern **) der alten

(*) Jahrhunderte hindurch ehrten auch strenge Theologen denStoicismus. Durch Verdammung desselben erleichtern Andere beutzu Tags, ohn« es zu wollen, die Fortschritte des Epikureismus.

,»») Der Mahler und der Bildhauer sollen mit der Zergliederung