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wortete am 3o Juni die durch einzelne Personen aus den be-nachbarten Cantonen, insbesondere durch angesehene Männer inGlarus ermunterte, und auf die vielen gleichgestimmten CantonS-Einwohner vertrauende Gemeine einmüthig, sie beharre bey ih-ren Beschlüssen und bey ihrem Ansuchen um Aufklärung über denSinn der Urkunden.
Eine ähnliche Stimmung verbreitete sich von einer Gemeinezur andern. Auch zu Horgen wurde beschlossen, Alle für Einen,und Einer für Alle zu stehen. Abgeordnete von verschiede-nen Seiten kamen nach Stäfa, um sich zu berathen, und alleAnzeigen eines ausgedehnten nahen Aufstandes waren vorhan-den. Sogleich wurden zu Aürich alle Stafner, auch Kranke ausdem Hospital, nach Hause gewiesen, die Gemeine Stäfa von demMarkte ausgeschlossen, durch den ganzen Canton, nicht ohne ein-zelne unruhige Bewegungen, Bewaffnete zusammen gezogen. —Größere Widersetzlichkeit schlug das Gerücht, die Obrigkeit er-halte Hülfe aus andern Cantonen, nieder, und am 5 Juli rück-ten fünf und zwanzighundert Mann, ohne einigen Widerstandanzutreffen, zu Stäfa ein. Die Gemeine wurde entwaffnet, dieUrheber und diejenigen, welche als Abgeordnete bey den Vor-stehern der benachbarten demokratischen Cantone Hülfe nachgesuchthatten, und noch Andere wurden in Untersuchung gezogen. DieAuslieferung zweyer nach TaminS Entflohenen schlugen die Häup-ter von Bünden ab, und trugen dagegen ihre Vermittelung an.Kürich antwortete, im Falle einer lungern Weigerung würdecS sich nicht mehr gegen Bünden zu bunöeSgenössischen undfreundschaftlichen Verhältnissen verpflichtet glauben; allein dieAuS-lieferung erfolgte dennoch nicht. Noch eingreifender und mit Ermah-nungen begleitet schrieb Glarus, und mit Empfindlichkeit ant-wortete Aürich. Schon hatten beyde vergessen, letzteres, mit wel-cher Angelegenheit es noch in demselben Jahrhunderte die Wer-denberger bey Glarus unterstützt und empfohlen; Glarus, wiehoch es damahls Allrichs Einmischung empfunden, und daß diesedas Schicksal der Wcrdcnberger nicht erleichtert hatte. Während