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Zweyter Band.
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Verpflegungskosten -18,124 Gulden 2» Schillinge aufgelegt,nachher aber an der erster» Summe 12,000 Gulden erlassen.Viele waren entwichen, und von Stäfa und aus vielen andernGemeinen wurde noch eine bedeutende Anzahl mit verschiedenenStrafen belegt. Vier Männer vom Lande, welche der Regie-rung thätige Beweise von Ergebenheit bezeigt hatten, wurdenmit dem Aüricherischen Bürgerrechte beschenkt, und durch eineKundmachung verhieß die Obrigkeit Erleichterung und Erweite-rung des Erwerbes. Am 6 September waren die Executions-Truppen von Stäfa zurückgezogen worden; viele aus ihnen mitnachtheiligern Gesinnungen gegen die Regierung, als bey ihremEinmärsche. Eine niedergedrückte tiefe Erbitterung herrschte inmanchen Gemeinen und bey einzelnen Personen, und schon imfolgenden Jähre wurden mehrere Stäfner u. A. wegen Verbrei-tung von Schriften u. dgl. bestraft. (Stäfner-Handel).

Eine (Nahrung im Sarganser-Lande und Versuche einiger"Unzufriedenen zu Ragaz, das Volk gegen das Kloster Pfeffers,über welches sie sich beschwerten, in Bewegung zu setzen, wur-den bald unterdrückt.

Mit größerm Erfolge begleitet, als in irgend einer andernSchweizerischen Gegend, waren die Bewegungen in der altenLandschaft deS Abtes von St. Güllen, deren Ursprung auf derVerschuldung und den finanziellen Verlegenheiten des Stiftes her-rührte, weil die bestehenden Einkünfte nicht hinreichten, um dieBedürfnisse nicht nur für die unvermeidlichen, sondern auch fürdie entbehrlichen Ausgaben zu bestreiken, welche aus der Auffüh-rung kostbarer Gebäude und aus Ankäufen hervor gingen. Auchdie nützlichen und schonen Unternehmungen muß die Regierung,wie der Privatmann, einschränken, wenn ihre Kräfte sie nichtbestreiken können. Um die Hülfsmittel zu finden, glaubten dieRathgeber der Aebte, das finanzielle Verfahren auswärtiger Für-stenstaaten nachahmen zu sollen. Man erhöhete die Abgaben desLehenwesens, führte einzelne neue Auflagen ein. Das StiftSt. Gallen und andere Kloster des Landes machten Ankäufe,