vermehrten sich wieder, und vor andern wirkten auf das DeutscheSchweizervolk die Pressen von Straßburg *), in deren Näheeinige Verbannte aus dem Cantone Zürich lebten.
Die Unthätigkeit der Bündner bey der Losreißung ihrer wel-schen Herrschaften und die Gleichgültigkeit der Eidsgenossen,die man für weit näher mit ihnen verbunden glaubte, als sie eswirklich waren, verminderten immer mehr die Rücksichten einerauf die Waffen gebauten Gewalt, die nur erprobte Kräfte zuschonen sich gewohnt hatte, die Schweizerischen Regierungenals unversöhnliche Feinde ansah, und in dem Volke neue An-hänger zu eriverben hoffte. Bonaparte, der durch Einen Feld-zug Europa's Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, gab an-dere Beunruhigungen. Er, der nichts ohne Zweck fragte, hattesich bey dem Französischen Finanz-Administrator Haller, einemWerner, sehr einläßlich über den Umfang des Dernerschen Schatzeserkundigt, gegen eidsgenössische Geschäftsmänner bitter und dro-hend über die Schweizerischen Aristokratien geäußert; in seiner Ent-scheidung über die Bündnerischen Herrschaften ausgesprochen, einVolk könne nicht Unterthan eines andern seyn; in Cisalpi-uien der Abschwö'rung des Königthumes Haß gegen Oligarchieund Aristokratie beyfügen lassen; von der Republik Wallis dieEinwilligung für die Anlegung einer Straße über den Simplonverlangt, und, obgleich er dieses Begehren wieder aufgab, dochdurch dasselbe nicht nur die Walliser, sondern die Bernerscheund noch andere Regierungen sehr überrascht.
Immer unverhohlener entwickelte sich die auf Erregung vonAwistigkeiten berechnete Politik des Directoriums. Mehr als seiteinigen Jahren bemerkte man Leute, welche aus die öffentlicheMeinung einzuwirken suchten. Unter dem ungewöhnlichen undbeunruhigenden Nahmen eines CommissarS war am 25 Septem-ber Mengaud, der in Holland für die Ausführung der Staaw-umwälzung thätig gewesen war, zu Basel angekommen. Er
(*) Die Zeitungen selbst und die Materialien zur Geschichte desCankonS Zürich.