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UM dadurch die Einmischung Frankreichs zu verhüthen, und inverschiedenen Cantonen wurde der Gedanke einer friedlichen Aus-gleichung durch die Ablegung der Vorrechte von wohldenkendenMännern*) aus regierenden Familien unterstützt. Ein solcher Ge-danke war für die Lage der Magistrat-personen, denen er mitgetheiltwurde, zu riesenhaft; sie schauerten vor dem Umfange der bey-nahe unübersteiglichen Schwierigkeiten zurück; und wirklich warwenig Hoffnung vorhanden, daß das, waS sie zu leisten imStande gewesen wären, die Plane der damahligen MachthaberFrankreichs verändern würde. Doch auch fetzt- noch wirkten,durch Mißtrauen und sehr ungleiche Verhältnisse geleitet, dieRegierungen nicht zusammen.
Schon war auf einigen Lagsatzungen die Einschließung derSchweiz in einen bevorstehenden Frieden, mit Leybehaltungder sämmtlich in ihrer Neutralität begriffenen Lande, besprochenworden. Jetzt wünschte der geheime Rath von Lern die Iu-sammenberufung einer Tagsatzung, die Absenkung von Gesand-ten auf den Friedens-Congreß und die Eingabe einer Denkschriftan den kaiserlichen Minister, Freyherren von Thugut, an dasFranzösische und an das Preußische Ministerium, welche das An-suchen um die Einschließung in den Rastadter-Frieden mit derZurückgabe des Veltlins und der Gewährleistung der bisherigenVerfassungen enthielt. Der Vorort mißrieth die Zusammenbe-
G) Johann von Müller, damahls kaiserlicher Hosrath, der iichim November damit beschäftigte, die Zustimmung einzelner Wogststraksperivnen für die Bsrnerische Eingabe an den Minister Thugutzu erhalten, war schon im Anfange des Dezembers in diese An-sicht eingetreten. Von Frankreich erwartete er Gutes, wejl es dochnicht um eine Theilung der Schweiz zu thun sey. Er fand diesezu einer Veränderung reifer, nannte sie einen zerbrochenen Rohr-stab und ihre Formen veraltet. S. besten zwey merkwürdigenBriefe an den Züricherischen Professor Caspar Fast. Ochs Ge-schichte, VIII. S. 224.