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Zweyter Band.
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von Bern beauftragt, war daselbst gebieterisch zurück gewiesenworden. In der Hoffnung, dem Schweizervolke Eintracht undZuversicht, den Franzosen hingegen den Glauben an eine ver-einigte, aus festen Muth sich gründende Schweizerische Kraftbeybringen zu können, vereinigte man sich nach wenigen Tagenzur Beschwörung der bereits in daS dritte Jahrhundert unbe-schworen gebliebenen alten Bünde. Die Pariser-Blatter behan-delten die Sache als ein Gaukelspiel. Glarus hatte Eedenklich-keiten dagegen erhoben, gab sie aber wieder auf. Beharrlichverweigerte dagegen Basel die Theilnahme, und man fragte indessen großem Rathe, wie man einen veralteten Bund beschwö-ren könne, der die Rechte des Kaisers und des Bischofes vor-behalte? Der Eid wurde am 25 Jenner 1798 in Aarau von allenübrigen Gesandten geleistet. Doch lag schon, nicht ohne das Mit-wissen vieler Zuschauer, der Freyheitsbaum in Bereitschaft, deram i Februar daselbst aufgerichtet wurde. Im Cantone Baselentwickelte sich die StaatSumwalzung. Groß war die Gährungam Zürichersee; steigend in verschiedenen andern Gegenden; einTheil des WaatlandeS im Aufstande; bald traf die Kunde deSam 27 daselbst erfolgten Einmarsches der Franzosen ein, und dienur noch mühsam zusammen gehaltene *) Lagsatzung löste sich am3l auf.

Wahrend dieser Zeit hatten Mengaud, andere untergeordneteAgenten Frankreichs,. und vornähmlich die politischen Verhält-nisse selbst den Unzufriedenen große Hoffnungen gemacht, undviele Anhänger des alten Systemes, unter diesen auch Magi-stratspersonen , eingeschüchtert. Um zu beunruhigen, hatte Men-gaud am t i Jenner der Tagsatzung angezeigt, wenn es sich be-stätigen sollte, daß die Oesterreicher Bünden besetzen würden,so wäre Frankreich genöthigt, Truppen in die Schweiz einrückenzu lassen. Auf seinen Reisen ließ er öreyfarbigte Fähnchen aus

G) Der Vorort und einige andere Stände wollten sie beysam-men behalten oder zu Baden wieder eröffnen.