Band 
Zweyter Band.
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sich auflöste, zogen sich zurück, und der Uebergang über die Aarestand jetzt den Franzosen offen. Bey Buren hinderte der Genc-ral-Quartiermeister von Grafenried mit Entschlossenheit den Ue-bergang der Franzosen, und die Flammen der angesteckten Bruckeverzehrten mehrere Häuser des Städtchens. — Am nähmlichenMorgen ließ Drüne Freyburg angreifen. Schon capitulirte dieStadt, als das bewaffnete Deutsche Landvolk und die BernerscheBesatzung dieß hinderte. Die Franzosen erstiegen die Mauernund die Berner zogen sich über die Sarine zurück.

Durch die Ereignisse des Tages war Erlach genöthigt wor-den, seine Armee hinter die Aar« und Sense zurück zu ziehen;mit lautem Unwillen verließen die Berner Murten. Am 5 zer-störte Drüne eines der schönsten Denkmähler des einträchtigenSchweizermuthes, das dortige Weinbaus, und die Franzosen, unterdenen viele Burgunder sich befanden, gaben den Gebeinen ihrerVater nach mehr als dreyhundert Jahren die Ruhe des Grabes.Im Rücken von Brüne's Heere hatten sich am 5 mehrere hundertAnhänger Berns bey Grandson versammelt; mit zwey Kanonenund andern Waffen aus dem Städtchen Erlach unterstützt, rück-ten sie bey Dverdün vor; allein der überlegene Widerstand derFranzosen und Waatländer zwang sie zum Rückzüge, und schonam 4 löste diese Schar sich auf. Bey Aarberg wurde ein An-griff der Franzosen zurück geschlagen. Jetzt noch both Bern denschon früher mit Freyburg und Solothurn verabredeten Land-sturm auf, und die provisorische Regierung beschloß, das KriegS-glück weiters zu versuchen. Indeß der feste Paß bey Gümiuenstark besetzt blieb, gingen die Franzosen bey Neueneck über dievernachlässigte Sense. Schrecklich war die Verwirrung bey demBernerschen Heere, vornähmlich in derjenigen Abtheilung, welcheBrüne gegenüber stand; grenzenlos das Mißtrauen und die Er-bitterung der Milizen. Offiziere wurden von den Soldaten weg-gewiesen und Andere an ihre Stelle gesetzt. Die Obersten Ry-hiner und Stetster wurden vor Berns Thoren durch Bajonett-stiche und Flintenschüsse ermordet, und nachher fielen die Obersten