Band 
Zweyter Band.
Seite
550
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Crusez und Goumoens unter den Säbelhieben ihrer Dragoner.Gleichwohl konnten die Truppen wieder gesammelt werden, undam 5 früh machten sie, angeführt von Grafenried, den seineOffiziere größten Theils trefflich unterstützten, einen tapfern An-griff auf die Franzosen, die, so oft sie sich wieder aufstellten,zurück getrieben wurden, indeß meistens das Bajonett und dieFlintenkolben entschieden. Achtzehn Kanonen wurden den Fran-zosen abgenommen; bedeutend war ihr Verlust, und die Bernerzählten zweyhundert Todte; sie hatten auch bey Laupe»einen Angriff der Franzosen zurück geschlagen. Voll Muth warjetzt wieder der vaterländische Krieger; allein um drey Uhr, ge-rade als Grafenried bey Neueneck Über die Sense gehen wollte,traf die zerschmetternde Nachricht ein, Alles sey verloren, unddie vorher nie bezwungene Hauptstadt eine Beute des Feindes.

Am 5 frühe hatte Schanenburg seinen Angriff von Solothurnher in dem Walde bey Schalunen begonnen; er ward weit stär-ker, als die Berner, von der ihnen ungewohnten, und um so vielfurchtbarern reitenden Artillerie wohl bedient, und seine Rei-terey, wie bey Brüne'S Heere, der Bernecschen beynahe achtfachüberlegen. Bey Fraubrunnen umgingen die Franzosen die linkeFlanke der Berner. Einen dritten Angriff hielten diese bey Ur-tenen, Hofweil und Duchsee, einen vierten mehr als zwey Stun-den lang in der festen, durch einen Verhau geschützten Stellungim Grauholze gegen wiederhohlte stürmische Angriffe der Franzo-sen aus, Noch auf dem Breitenftlde versuchte Erlach zum fünf-ten Mahle einen Widerstand mit den unsichern Waffen des Land-sturmes. Mit Sensen und Ackergeräthschasten bewaffnet, kämpf-ten die Männer des Landsturmes mit unerschütterlichem Muthe,Weiber, Mädchen, selbst Kinder mischten sich in den Tvdeskampsdes Vaterlandes und fielen in demselben. Um Mittag war dieNiederlage entschieden; Erlach und der Schultheiß Steiger, deralle Gefahren des letzten Kampfes getheilt hatte, wandten sich,zwar von einander getrennt, nach dem Oberlande, wohin die Re-gierung schon früher Geld und Waffen gesandt hatte, und wo